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Der bessere Tormann war zu wenig: Wieder 1:5 gegen Kanada

So wie vor einem Jahr verlor Österreichs Eishockeyteam auch Sonntag den letzten WM-Test gegen Kanada in der mit 7022 Zuschauern ausverkauften Wiener Steffl-Arena 1:5 (1:1,0:3, 0:1), womit sich die Frage stellt: Kann ab Freitag in Stockholm wieder so eine starke WM wie 2024  in Prag folgen? Immerhin fehlen mit Marco Rossi und Verteidiger  David Reinbacher doch zwei Spieler, mit denen das Team sicher noch besser besetzt wäre. Teamchef Roger Bader  (Bild) war mit 90 Prozent der Leistung zufrieden, wie er betonte, sprach von einer besseren Offensivleistung gegen die Kanadier als im Jahr davor. Tatsächlich hatte Österreich in den ersten zehn Minuten des zweien Drittels Chancen, um in Führung zu gehen, ließ die aber aus. Dann leitete beim ersten Ausschluss des Spiels gegen Peter Schneider in numerischer Unterlegenheit ein schlimmer Fehler von Bern-Center Benjamin Baumgartner in Kanadas Drittel die kaandische Führung im Powerplay durch Jungstar Macklin Celebrini ein. Sicher der ärgerlichste der Scheibenfehler, die zu drei Toren Kanadas führten, die zu den zehn Prozent gehörten, die Bader nicht gefielen. Das zweite Drittel war eigentlich das beste von Österreich, aber es ging trotz Chanenplus 0:3 verloren.

Österreich agierte mit vier kompletten Linien, Kanada hatte nur sechs Verteidiger zur Verfügung. Die vierte Sturmlinie wurde von Legionären, die in Europa spielen, gebildet. Einer von ihnen, Ty Ronning vom deutschen Meister Berliner Eisbären, erzielte nur eine Minute nach dem 1:2 das 1:3. Für Kanada war es erst der erste WM-Test, noch dazu nicht in kompletter Besetzung. Daher sollte man mit zu großem Optimismus für Österreichs WM-Chancen vorsichtig sein. Der Klassenerhalt ohne Zittern wäre ein Erfolg. Für NHL-Legionär Marco Kasper, der zum besten Östereicher gewählt wurde, hat es im „Großen und Ganzen schon sehr gut ausgeschaut. Wenn wir weiterhin so viel Eislaufen, werden wir den Gegnern das Leben schwer machen!“ Bester Österreicher war aber in Wahrheit der eingebürgerte finnische Tormann Atte Tolvanen mit einigen grandiosen Rettungsaktionen, vor allem im Schussdrittel.  Österreich hatte den besseren Tormann, aber das half nichts. Kanadas Goalie Dylan Garand, der bei Hartford, dem Farm Team der New York Rangers spielt, ermöglichte Österreich den Ausgleich zum 1:1 durch KAC-Verteidiger David Maier, als er hinter dem Tor die Scheibe verlor. Der Assist kam von Schweden-Legionär Gregor Biber, der mit Maier ein Verteidiger-Duo bildet. Zwischen Biber, mit 18 der jüngste Österreicher, und Kapitän Thomas Raffl liegen 20 Jahre.

Montag gibt es den letzten freien Tag, Dienstag fliegt das Team nach Stockholm. Die drei, die nicht im Flugzeug sitzen werden, dürften unter den fünf Spielern zu finden sein, die gegen Kanada nicht zum Einsatz kamen: Die Verteidiger Luis Lindner und Patrick Söllinger, die Stürmer Nico Feldner, Nicolas Kraus und Leon Wallner. Die erste Linie, die Bader Sonntag aufbot: In der Abwehr Clemens Unterweger vom KAC und Kloten-Legionär Bernd Wolf, im Angriff Kasper als Center, mit ihm Salzburgs Routinier Schneider und Dominic Zwerger von Ambri Piotta. Rückkehrer Brian Lebler war Flügel im dritten Sturm mit Lukas Haudum als Center.

 

 

 

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