Fußball

Der erste Eindruck von der Rapid-Geschäftsführerin: Nachhaltig, leiwand

Zufall war es sicher keiner, dass die erste Frau, die bei Rapid Geschäftsführern ist, bei ihrem ersten Medientermin  mit Präsident Alexander Wrabetz, den Kollegen Steffen Hofmann und Markus Katzer auch ein neues Trikot präsentierte (Bild). Nur in den Farben weiß und grün, auch bei den Sponsorenaufschriften, mit einer stilisierten Abbildung des Hütteldorfer Bahnhof veredelt. Der Leitsatz heißt „nachhaltig, leiwand“. Den Eindruck hinterließ auch die 39 jährige Niederösterreicherin Daniela Bauer, die aus einer Rapid-Familie stammt, und erstmals vor 30 Jahren Berührung mit Rapid durch einen Besuch im Hanappi-Stadion hatte. In der Saison, in der Rapids Trainer Peter Stöger noch Spieler war, mit Rapid Meister wurde und ins Europacupfinale der Cupsieger kam.

Sie gibt ehrlich zu, den deutschen Fußball derzeit noch besser zu kennen als den österreichischen. Kein Wunder, war doch Christian Seifert in seinen 16 Jahren als Geschäftsführer der deutschen Liga ihr Mentor. Für ihn baute sie die internationale Vermarktung der DFL auf, gründete Büros in New York und Peking. Danach wechselte sie nach München zu Rapids Sponsor Allianz. Da ging es darum, die Partnerschaft zum deutschen Serienmeister Bayern zu „pflegen“, sich um die acht Stadien, die weltweit unter Allianz-Patronanz stehen, zu kümmern. In München und Wien, aber auch in Turin, Nizza, Sao Paulo, Sydney, Minnesota und zuletzt in London. Auch, wenn dort Rugby gespielt wird.

Offiziell begann sie bei Rapid am 1. September, aber bereits davor nützte sie ihren Urlaub, um möglichst viele Leute aus der grün-weißen und österreichischen Szene kennenzulernen. Besucht die Rapid-Spiele, war letzten Samstag bei Österreichs 1:0 gegen Zypern im Linzer Stadion. Sie wacht über die Rapid-Finanzen, die Wrabetz auf einer soliden Basis und gut gerüstet für die Zukunft sieht, „obwohl wir jeden Euro zweimal umdrehen müssen“. Bei jedem Thema, das bisher intern besprochen wurde, hatte die ehemalige  Ski-Freeystle-Läuferin fünf oder sechs wichtige Telefonnummern parat. Wenn sie eine wählte, dann wurde auch abgehoben. Bauer wurde auf dem Weg nach Wien in München die Warnung mitgegeben, dass sie von einem Drehstuhl in einen Schleudersitz wechselt, aber das sieht sie gelassen. Weil sie in der Rapid-DNA ein großes Potenzial erkannte, um Reichweiten zu vergrößern, international und national mehr Präsenz zu zeigen.

Mehr Präsenz zeigen gilt auch für Wien rund um das neue Trikot, mit dem Rapid erstmals Sonntag gegen WSG Tirol spielen wird. Bauer nützt die bekannte Affinität von Wien zum Würstelstand. Daher „besetzt“ Rapid am Samstag einen den bekanntesten von Wien, den „zum scharfen Rene“ am Schwarzenbergplatz. Dort wird ab 10 Uhr fünf Stunden lang auch das neue Trikot verkauft. Unter anderem von Bauer, Stöger und der Rapid-Legende Andreas Herzog.

 

 

Foto: SK Rapid/Red Ring Shots/Widner.

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