Wer wird der erste Verfolger von Meister und Tabellenführer Sturm Graz in den letzten sechs Runden? Das entcheidet sich Freitagabend beim Flutlichtkracher zwischen dem Zweiten Red Bull Salzburg und dem Dritten LASK. Beide haben je vier Punkte Rückstand und noch eine Gemeinsamkeit: Der Freitag war zuletzt weder für Salzburg noch für den LASK ein günstiger Termin. Salzburg ist freitags seit drei Spielen sieglos, verlor zwei, gewann nur eines der letzten sechs Freitagsspiele in der Bundesliga. Das war bereits im August 2024. Der LASK blieb ebenfalls zuletzt dreimal am Freitag sieglos und erzielte in diesen drei Partien sogar kein Tor. Demgegenüber steht die Auswärtsbilanz seit der Rückkehr von Trainer Dietmar Kühbauer: Die Linzer trafen in jedem der acht Auswärtsspiele.
Daniel Beichler feierte gegen den LASK sein Debüt als Salzburg-Trainer, das mit einem 5:1-Triumph im Linzer Stadion endete. Danach lief es nie mehr so gut: Vier Partien ohne Sieg, zuletzt ein mühsames 2:1 in Hartberg: „Es gibt Unterschiede zwischen Salzburgs Ansprüchen und den letzten zwei Jahren“, gestand Beichler. Da ist er mit Sportchef Marcus Mann (Bild) auf einer Linie. Mann gab letzten Sonntag bei „Talk & Tore“ von Sky offen zu: „Wir müssen die Qualität auf allen Ebenen wieder erhöhen. Es fehlt uns sicherlich der eine oder andere Anker in der Mannschaft, der das Tempo bestimmt.“ Nach drei Monaten Amtszeit behauptete Mann: „Wir brauchen eine andere Arbeitsmoral, müssen wieder mehr anschieben. Es ist offensichtlich, dass wir in der Vergangenheit an Qualität verloren haben. Die allein durch Verkäufe wieder zu erhöhen, ist nicht möglich. Wenn wir wieder besser werden wollen, dann muss man vielleicht wieder etwas mehr investieren, als man es in den letzten Jahren getan hat!“ Klare Worte. Die Frage ist, ob er damit im Red Bull-Konzern Anklang findet, speziell bei Geschäftsführer Oliver Mintzlaff.
Für den LASK könnten die nächsten drei Runden schon vorentscheidend sein – denn auf Salzburg folgen die Duelle gegen Sturm Graz: „Um etwas aus Salzburg mitzunehmen, müssen wir auf dem höchsten Level agieren“, weiß Kühbauer. Gelungen ist den Linzern, eine langfristige strategische Partnerschaft mit Ajax Amsterdam abzuschließen. Dadurch profitieren die Linzer auch vom Scouting des holländischen Rekordmeisters, erwarten eine Optimierung von Talenteförderung und Spielentwicklung. Ajax Amsterdam hat auch Partnerclubs in Spanien (Oviedo), Italien (Como), Mexiko (Pachuca) und Japan (Gamba Osaka).
Foto: Red Bull Salzburg/Schaad.
