Der historische Sieg in der Champions League bei Sporting Lissabon machte Meister LASK vor vier Heimspielen in zehn Tagen sicher noch stärker. Beim ersten geht es Sonntag im Schlager gegen Red Bull Salzburg um Platz zwei hinter Rapid, dann folgen das Oberösterreich-Derby gegen Ried im Cupachtelfinale, WSG Tirol in der Bundesliga und dann Slovan Bratislava in der Champions League. Im Frühjahr gewann der LASK beide Duelle gegen Salzburg in der Meistergruppe. In Salzburg durch ein Tor in letzter Minute 3:2, auf der Gugl 2:1. Das waren wichtige Schritte zum Titel.
„Der LASK hat sicher Selbstvertrauen getankt“, weiß auch Salzburg-Trainer Danny Röhl. Das seiner Mannschaft litt wahrscheinlich unter der verschenkten 2:0-Führung in Celje. Ob und wie viel rotiert wird, bleibt nicht nur sein Geheimnis, sondern auch das von seinem Kollegen Dietmar Kühbauer. So ist es noch offen, ob es zum Torhüterduell zwischen Lukas Jungwirth und Christian Zawieschitzy kommt. Jungwirth wollte in Lissabon nach dem Zusammenprall mit Luis Suarez weiterspielen, Kühbauer folgte jedoch der Empfehlung des Arztes, ihn rauszunehmen. Auch am Sonntag wird der Arzt entscheiden, wer im Tor des LASK beginnt – Jungwirth oder Tobias Schützenauer, der im Stadion Jose Avelade fehlerlos blieb. So wie zuvor Jungwirth. Der LASK braucht einen Sieg, um Salzburg zu überholen und von Platz zwei zu verdrängen: „Kleinigkeiten werden entscheiden“, prophezeite Kühbauer, „die Mannschaft mit den besseren Lösungen wird gewinnen!“ Sollte das der LASK sein, wäre es die erste Salzburg-Niederlage in der Bundesliga unter Röhl.
Zuvor geht es in Graz gegen Sturm und Ried um Platz vier. Für Rieds Sportdirektor Lukas Brandl ein „David gegen Goliath-Spiel, eine riesige Herausforderung für uns.“ Bei Sturm ist es ähnlich wie beim LASK: Der Heimsieg gegen Olympique Marseille in der Europa League hat Sturm stärker gemacht. Seit Samstag ist Sturms Kader um einen Tormann größer geworden: Wegen der Operation und der monatelangen Pause von Dimitri Khudyakov wurde der vertragslose Adam Stejskal engagiert. Der 24jährige Tscheche war in den letzten drei Saisons die Nummer eins bei WSG Tirol, absolvierte 95 Bundesligaspiele. Stejskal wurde unter anderem in der Salzburg-Akademie ausgebildet, stand voll im Training, bekam einen Vertrag bis Saisonende.
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