Es kann für Österreichs U-21-Team nicht mehr als ein schwacher Trost sein, zum Abschluss der EM-Qualifikation in Caernaforn mit 7:1 (3:1) gegen Wales im strömenden Regen den höchsten Sieg seit fünf Jahren gefeiert zu haben. Nur ein Muster ohne Wert, das nichts bringt. Denn es reichte wie erwartet nicht zum EM-Ticket. Belgien wurde nach dem 0:0 gegen Dänemark in Vejle mit drei Punkten mehr als Österreich Gruppensieger, Dänemark mit einem Punkt mehr und der besseren Tordifferenz Zweiter. Die unnötige 0:2-Niederlage gegen Wales in Linz kostete Platz zwei und die Chance, via Play-offs noch in der EM-Endrunde 2027 dabei zu sein. Bitter. Für Teamchef Peter Perchtold endete sein erster Job als Chef nicht mit dem gewünschten Ergebnis. Zuvor war er Assistent bei Schalke-Trainer Domenico Tedesco, VfB Stuttgart-Trainer Pellegrino Matarazzo und Österreichs Teamchef Ralf Rangnick. Jetzt mag Perchtold zwar stolz auf seine Mannschaft sein, der er nachher in der Kabine sagte, dass sie aktuell die beste der Gruppe ist. Selbst wenn es stimmt, kam das zu spät, bringt daher nichts.
U 17-Vizeweltmeister Luca Weinhandl, der Jüngste im Team, eröffnete schon nach drei Minuten den Torreigen. Nach ihm traf mit Jacob Hödl ein weiteres Talent von Sturm Graz, vor der Pause noch Italien-Legionär David Puczka. In der zweiten Hälfte kam Oluwaseun Adewumi zu seinem ersten Tor im U 21-Team (Bild). Erik Kojzek verwandelte einen Elfmeter, den Joker Kenneth Adejenughure herausholte. Zwei Treffer galten offiziell als Eigentor. Das 5:1 war ein abgefälschter Schuss von Nikolaus Wurmbrand zwei Minuten nach seiner Einwechslung, das 7:1 einer von Kapitän Jannik Schuster nach einem Eckball. Im Finish kam mit Ifeany Ndukwe auch der dritte U 17-Vizeweltmeister nach Weinhandl und Vasilje Markovic zum Einsatz.
Aus Altersgründen war es für LASK-Tormann Lukas Jungwirth, Puczka, Rapids Mittelfeldspieler Nicolas Bajlicz Adewumi, Konstantin Schopp und Furkan Dursun der Abschied von der U 21. Alle anderen können weiter machen, auf die EM 2029 hoffen. Bei der sie fix dabei wären, wenn im Dezember die UEFA-Exekutive in Belfast Österreichs Bewerbung um die Austragung akzeptiert. Was zu erwarten ist, denn es gibt mit Spanien nur einen Konkurrenten, der ein Jahr später die Weltmeisterschaft im eigenen Land veranstaltet.
Foto: ÖFB/Johannes Friedl.
