Fußball

Der Scherz vom ausverkauften Tivoli: WSG Tirol präsentierte die Wattens-Pläne

Thomas Letsch sprach nach der frustrierenden 0:1-Lastminute-Niederlage mit dem FC Salzburg in der Europa League am Donnerstagabend bei „Sky“ von einem ausverkauften Tivoli-Stadion, das Sonntag in Innsbruck auf seine Mannschaft warten wird. Der Originalton des Trainers: „Wir haben uns top präsentiert, aber das müssen wir auch in Tirol abziehen. Es ist ein völlig anderes Spiel. Ein ausverkaufter Tivoli mit einer anderen Atmosphäre und dann muss man das auch auf den Platz bringen. Das ist der Maßstab.“ Wahrscheinlich meinte Letsch das im Spaß wegen der Minikulisse von 9933 Zuschauer beim Schlager gegen Porto. Am Tivoli werden es höchstwahrscheinlich nicht einmal ein Drittel davon sein. Ausverkauft war das Tivoli bei WSG Tirol-Spielen, nur als Real Madrid kam.

Es passte irgendwie zur Letsch-Prognose vom ausverkauften Tivoli, dass WSG Tirol Freitagvormittag konkrete Pläne für den Auszug vom Tivoli zurück ins Gernot-Langes-Stadion nach Wattens präsentierte (Bild). Im Frühjahr 2026 sollen die Bauten beginnen, im Herbst WSG Tirol seine Heimspiele austragen. Geplant sind: Die Adaptierung und Sanierung auf der Westtribüne, überdachte Sitz-und Stehplätze auf der Ostseite für 1800 Besucher, überdachter Gästesektor auf der Südseite, zweistöckiger Stehbereich für Heimfans im Norden, Installierung der in der Bundesliga vorgeschriebenen Rasenheizung, neues Flutlicht mit LED-Leuchtmitteln.  Die Kapazität würde damit auf 5300 Plätze steigen. Widerstand von Wattens-Bürgermeister Lukas Schied und den Anrainern , denen Geschäftsführer Julian Heiss das Projekt präsentierte, ist anders als in früheren Zeiten nicht zu erwarten. „Ein eigenes Heimstadion ist seit vielen Jahren unser Traum, jetzt sind wir so weit, dem Ziel entscheidend näherzukommen“ freute sich Präsidentin Diana Langes zu den Plänen um das nach ihrem Vater benannten Stadion, „das wäre ein bedeutender Meilenstein.“

Samstag gibt es das erste Bundesligaspiel zwischen Ried und dem GAK seit Mai 2007. Ob dabei dem Letzten GAK der erste Sieg in dieser Saison gelingt? Ried wartet seit 13 Heimspielen in der Bundesliga, seit dem 1:0 gegen Rapid im Oktober 2022, auf einen Sieg. Das kostete übrigens GAK-Trainer Ferdinand Feldhofer damals endgültig den Job bei Rapid. Ob LASK-Interimstrainer Max Ritscher die Negativserie gegen Wolfberg (die letzten vier Duelle verloren) beenden kann? Vom Verletzungspech verfolgt ist derzeit Bau Weiß-Linz: Simon Seidl, der Doppeltorschütze beim 2:2 i  Salzburg fehlt wegen einer Knieverletzung noch einige Wochen, der 27 jährige Brasilianer Anderson voraussichtlich bis Saisonende. Er zog sich im Training einen Kreuzbandriss im linken Knie zu. Blau Weiß empfängt Samstag die Überraschungsmannschaft Pasching, die bisher nur in Wien gegen Austria verlor.

 

 

Foto: WSG Tirol.

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