Fußball

Didi Kühbauer streckt via Johnny Ertl die Fühler nach England aus

Letztes Jahr Cupsieger mit Wolfsberg, heuer mit dem LASK und nur noch einen Punkt von Meistertitel und Double entfernt: Diese Bilanz spricht eindeutig für die Trainerqualitäten von Didi Kühbauer. Bleibt Österreichs Bundesliga auch nächste Saison seine Bühne oder wechselt er ins Ausland? Sky-Experte Didi Hamann nannte ihn tag bei ServusTV als möglichen Kandidaten bei Eintracht Frankfurt, weil der Klub mit österreichischen Trainern (Oliver Glasner, Adi Hütter) nur sehr gute Erfahrungen machte. Aber Kühbauer scheint sich reif für die Insel, sprich England, zu fühlen. Der Beweis? Die Seventytwo-Football-Agentur nennt ihn und seinen Assistenten Manfred Nastl als die einzigen Trainer, die von ihr und ihrem Boss Leon Best betreut werden. Zu den Mitarbeitern von seventytwo-footbal gehört auch ein Österreicher mit England-Erfahrung: Johnny Ertl.

Der 43-Jährige spielte nach seiner Zeit bei Austria Wien sieben Jahre lang, von 2008 bis 2015, in England. Bei Crystal Palace, Sheffield United und Portsmouth, wo er vor elf Jahren seine aktive Karriere beendete. Derzeit ist er als Experte bei den TV-Sendern Canal+ und Puls 4 im Einsatz. Und bietet zudem sein Coaching an: Klar im Wort – stark im Spiel sagt er über sich auf seiner Homepage. Und weiter: „Ich helfe Führungspersönlichkeiten, unter Druck auf internationaler Ebene klar zu kommunizieren!“ Man kann  annehmen, dass Ertl bei den Kontakten nach England, die er noch hat, ganz klar kommunizieren wird, dass ein österreichischer Spitzentrainer an einem Job in der Premier League sehr interessiert wäre. Dank Glasner haben österreichische Trainer in England einen guten Namen.

Auch Kühbauers Freud Adi Hütter dachte nach seinem Ende im Herbst bei AS Monaco an England. Kontakte gab es. Jetzt fällt der Name des Vorarlbergers aber erneut in Frankreich bei einem Spitzenklub, der hinter den Erwartungen blieb: : Olympique Marseille, aktuell nur Sechster, zeigt an Hütters Engagement großes Interesse. Im Februar wurde der Italiener Roberto De Zerbi, der inzwischen in London bei Tottenham gelandet ist, entlassen. Seit damals trainiert der Senegalese Habub Beye Marseille. Paris St. Germain fixierte Mittwoch durch einen 2:0-(1:0-)Auswärtssieg über Lens (mit dem Ex-Rapidler Mamadou Sangare und dem Ex-Salzburger Samson Baidoo, der nach einer Stunde verletzt ausschied) auch theoretisch die Titelverteidigung und damit den 14. Meistertitel in der Ligue 1.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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