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Die Ligaphase würde der Austria doppelt so viel bringen wie der neue Sponsor

Es wird sowohl für den FC Salzburg auf Zypern gegen Paphos in Limassol als auch für die Wiener Austria daheim in Favoriten gegen Beitar Jerusalem eine enge Kiste, in die Play-offs der Qualifikation für Europa und Conference League zu kommen. Obwohl beide mit einem Ein-Tore-Vorsprung ins Retourspiel gehen. An die bisher letzte internationale Heimpartie vor zwei Wochen hat die Austria noch gute Erinnerungen: Nicht nur, weil mit dem 3:1 gegen Liepaja der Aufstieg fixiert wurde,sondern auch, weil an diesem Tag der Deal mit einem neuen Hauptsponsor fixiert wurde. Nach sechs Partien ohne Werbung auf der violetten Brust steht dort gegen Beitar Jerusalem erstmals  der Name Aramark. Das ist bereits seit einem Jahr der Gastronomiepartner, spezialisiert auf Catering  und Serviceleistungen. Ein Unternehmen, das in 22 Ländern agiert, seinen Hauptsitz in Philadelphia hat, die Europa-Zentrale in Frankfurt. Hautsponsor zu sein bedeutet für Aramark Neuland, daher läuft der laut Austrais Wirtschaftsvorstand Harald Zagiczek attraktive Vertrag vorerst nur für ein Jahr. Attraktiv bedeutet, er bringt der Austria mindestens so viel wie der bisherige Sponsor Frank Stahl, also 1,5 Millionen  Euro.

Sollte die Austria erstmals die Ligaphase der Conference League erreichen, würde das 3,17 Millionen Euro sichern. Also etwas mehr als das Doppelte des Sponsorvertrags. Seine „Rotationspläne“ verriet Trainer Christoph Helm vor dem Hochsicherheitsspiel gegen die Israelis nicht. Hinter Stürmer Johannes Eggestein steht ein Fragezeichen. Fraglich, ob es für die Startelf reicht. Dann wäre wieder Kelvin Boateng die erste Wahl. Sanel Saljic (Bild), Schütze des Siegestors zum 2:1 beim ersten Duell im rumänischen Ploiesti, steht trotz seines vorzeitigen Ausscheidens  am letzten Sonntag beim 0:2  LASK zur Verfügung. Mit Vasilje Markovic wird auch der andere Torschütze vom 2:1 beginnen. Wenn die Austria nur das „zu null“ hält, dann steigt sie auf jeden Fall auf. ORF 1 überträgt live.

„Nicht reindrängen lassen“, heißt die Devise von Salzburgs Trainer Danny Röhl, „sondern auch auswärts sehr aktiv sein!“ Abubakr Barry wird anders als beim 1:1 in Wolfsberg im Mittelfeld beginnen. Zu sehen ist das Spiel live bei ServusTV. Salzburg könnte schon alleine durch das zweistellige Millionen-Plus in der Transferbilanz viel lockerer als die Austria verkraften, nicht in die Ligaphase zu kommen, aber da geht es vor allem um das sportliche Prestige. Parallel dazu beschäftigt der Transfermarkt Sportvorstand Marcus Mann: Zwei Mittelfeldspieler, mit denen Röhl nicht plant, dürften Abnehmer finden. Für Lucas Gourna-Douath, zuletzt an Le Havre verliehen, in England mit Hull, dem Aufsteiger in die Premier League, für Mamady Diambou in Frankreichs Ligue 1 bei Brest. Zwei Spieler, die Salzburg gerne hätte, kosten derzeit mehr Geld, als Salzburg zahlen möchte: Servette Genf fordert für den 23-jährigen französischen Flügel Junior Kadile mit neun Millionen doppelt so viel, wie Salzburg bot. Torino möchte für den zwei Jahre jüngeren Gvidas Gineitis, einen zentralen Mittelfeldspieler aus Litauen, acht Millionen.

Foto: Yigit Örme.

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