Fußball

Diese Austria-Blamage kann Schmid nicht akzeptieren

Die Tiefschläge für den Wiener Fußball gehen weiter. Jetzt sind es vier innerhalb von sechs Tagen. Am letzten Wochenende kein Sieg von Rapid und Austria zum Start in die Bundesliga, sondern zwei Niederlagen. Am Mittwoch flog Rapid durch ein 0:2 bei Sparta  Prag aus der Qualifikation für die Champions League, Donnerstag die Austria auf Island gegen Breidablik aus der für die Conference League. Für Violett bedeutete aber das 1:2 (0:2) schon das Ende aller Hoffnungen, in eine Gruppenphase zu kommen. Rapid hat noch zwei Chancen. Austria hätte das Startgeld von 2,94 Millionen Euro in der Conference League angesichts der angespannten Finanzlage sehr gut brauchen können. Aber schon nach 24 Minuten gab es am Kunstrasen eigentlich keine Hoffnung mehr. Denn da führte Breidablik schon 2:0. Durch den ersten Schuss auf das Tor nach sechs Minuten und einen weiteren Abwehrfehler. Bis zur Pause gelang der Austria kein Schuss auf das Tor der Isländer: „Wir sind zu Recht nicht weitergekommen“, gestand Trainer Manfred Schmid.

Nach dem 1:2 in Ried stellt er auf einigen Positionen um. Georg Teigl diesmal rechts in der Abwehr, Benedikt Pichler und Dominik Fitz begannen im 4-1-4-1 in der Viererreihe hinter der einzigen Spitze Marko Djuricin. Aber was die Austria zeigte, war geradezu desaströs. „Es fehlte an den Basics“, ärgerte sich Schmid, „an der nötigen Leistungsbereitschaft und dem Zweikampfverhalten. Das sind Dinge, die ich in so einem Spiel erwarten muss.“ Doch er erlebte die dritte Enttäuschung hintereinander. Da fällt es immer schwerer, cool zu bleiben, wie es Sportchef Manuel Ortlechner nach der Pleite in Ried noch plante. Schmid fand im Kopavopüllur-Stadion, in dem sich 300 Zuschauer auf den Tribünen verloren, bei seinem Ärger bereits andere Worte: „Ich werde einiges ansprechen. Das kann ich nicht akzeptieren!“ Recht hat er. Kapitän Markus Suttner: „Wir haben uns erst in der zweiten Hälfte an den Matchplan gehalten!“

Fitz nützte nach 68 Minuten einen Fehler in Breidabliks Abwehrzentrum zum Anschlusstor, der eingewechselte Alexander Grünwald hatte noch eine Möglichkeit, auszugleichen  und für die Verlängerung zu sorgen _ er nützte sie nicht. Daher konnte Breidabliks Trainer Oskar Hafn Thorvaldsson (Bild oben) am Ende den größten Erfolg seiner Ära feiern. Jetzt gelang es zum zweiten Mal, einen österreichischen Klub zu eliminieren. So wie vor acht Jahren Sturm Graz. Österreich ist daher vorerst in der Qualifikation zur Conference League einzig durch den LASK vertreten. Der trifft in der dritten Runde auf die serbische Mannschaft Vojvodina Novisad. Erstes Spiel am 5. August in Novisad, das Heimspiel dann eine Woche später im Klagenfurter Wörthersee-Stadion.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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