Fußball

Drei Lichtblicke für Hasenhüttl in drei Tagen nach dem 0:9

Das zweite 0:9 als Southampton-Trainer traf Ralph Hasenhüttl in Wahrheit härter als das erste im Oktober 2019 gegen Leicester im St.Mary´s Weil nach der bisherigen Saison nicht zu erwarten war, dass sich 15 Monate später das Resultat bei Manchester United  wiederholen könnte, überhaupt kein Feuer in der Mannschaft war. Nach dem ersten 0:9 war der Grazer eigentlich darauf eingestellt, rausgeworfen zu werden. Passierte nicht, bewährte sich. Am Ende dr Saison war Southampton Elfter. Darum hatte Hasenhüttl nach der fürchterlichen Pleite im „Theater of Dreamds“, sprich Old Trafford, schon etwas Erfahrung, das aufzuarbeiten. Kündigt an, dass seine „Saints“ auch diesmal wir aufstehen werden. Fragt sich nur wann. 2013 waren auf das 0:9 zwei 1:2-Niederlagen gegen Manchester City und Everton gefolgt, ein 2:2 in London gegen Arsenal, ehe der 2:1-Heimsieg gegen Watford gelang. Was passiert heuer? Samstag gastiert Southampton im St. James Park von Newcastle. Die „Magpies“ verloren am Tag von Southamptons 0:9 daheim gegen Crystal Palace 1:2, haben sieben Punkte weniger als Southampton.

An den drei Tagen nach dem 0:9 gab es für Hasenhüttl sozusagen drei Lichtblicke. Der größte war die Unterstützung durch die Fans in den sozialen Medien, die ihn beschworen,  nicht an Rücktritt zu denken (was ohnehin nicht der Fall war), sondern weiterzumachen, die ihm ihre Unterstützung versicherten. Zu einem von Southamptons Spielern verhielten sie sich nicht so vorbildlich. Im Gegenteil. Es gab im Netz rassistisch Ausfälle gegen den 19 jährigen Schweizer Alexandre Jankewitz, der in der zweiten Minute wegen eines Kung-Fu-Tritts vom Platz geflogen war. Deshalb schaltete Southampton sogar die Polizei ein Für den zweiten Lichtblick sorgte der englische Verband, der die rote Karte des polnischen Innenverteidigers Jan Bednarek annullierte, Southamptons Einspruch stattgab. Rot bekam Bednarek von Alt-Referee Michael Dean für eine angebliche Notbremse gegen Uniteds Franzosen Anthony Martial, die zu einem Elfmeter führte. Dabei zeigten die TV-Bilder, die sich Dean in der Video Area angesehen hatte, das Bednarek Martial nicht einmal berührte. Dean war trotzdem bei seiner Fehlentscheidung geblieben, nach der die letzten drei Tore fielen: „Nach der zweiten roten Kart war jeder Angriff in Tor. Das ist dann doch zu einfach“ giftete sich Hasenhüttl. Bednarek darf in Newcastle spielen.

Den dritten Lichtblick bedeutete das bevorstehende Debüt von Takumi Minamino, der japanischen Liverpool-Leihgabe mit Salzburger Vergangenheit: „Sein erstes Training bei uns war fantastisch. Meine Erwartungen sind groß“,  gestand Hasenhüttl. Dazu dürften in der Abwehr Kyle Walker-Peters und Innenverteidiger Jannick Vestergaard sowie der spanische Mittelfeldspieler Oriol Romeu einsatzfähig sein. Mit dem Schotten Stuart Armstrong kam aber in neuer Ausfall dazu. Insgesamt sind es sieben. „Derzeit gibt es bei uns keine gute Nachricht ohne eine schlechte“, behauptet Hasenhüttl.

 

Foto: FC Southampton.

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