Eishockey

Drei Niederlagen hintereinander: Vienna Capitals kämpfen gegen Absturz

Drei Jahre ohne Viertelfinalteilnahme sind für diese Organisation Neuland und meiner Meinung nach eine viel zu lange Zeit. Das ist in „on fire“, dem offiziellen Magazin der Vienna Capitals, zu lesen.  Das sagt Präsident Martin Reiss. Ebenso „wir sind es unseren Fans und Partnern schuldig, Play-off-Eishockey nach Wien zurückzubringen“. Letzte Woche schienen die Capitals auf Kurs, lagen auf Platz sechs, mit dem man direkt ins Viertelfinale kommt. Doch dann folgten drei Niederlagen: 1:4 bei den Linzer Black Wings, daheim 2:3 gegen Meister Graz 99ers und Mittwoch 1:2 in Salzburg. Seit dem Trainerwechsel in Salzburg feierten die „Bullen“ mit dem neuen finnischen Headcoach Temmu Levijoki nur Siege.

Die Capitals fielen von Platz sechs auf neun zurück, haben derzeit fünf Punkte Rückstand auf Rang sechs, den Salzburg belegt. Wenn das Power-Play der Capitals nicht funktioniert, dann wird es etwas „dünn“. Der Treffer in Salzburg fiel im Powerplay. Es war das erste Tor von Konstantin Komarek seit der Rückkehr aus Schweden. In bisher 42 Überzahlspielen gelangen 16 Tore. „Wir hätten ein Problem, wenn wir keine Chancen kreieren würden, uns fehlt momentan die Effizienz. Wir müssen dranbleiben und kaltschnäuziger werden“, meinte Trainer Mike Stewart. Freitag sind die Capitals in Sloweniens Hauptstadt gefordert, bei Olimpija Laibach den Absturz zu stoppen. Bisher gaben die Caps im Schnitt 33,5 Torschüsse pro Spiel ab, was der fünftbeste Wert der Liga ist, die Effizienz ist mit 8,1 Prozent aber die drittschlechteste. Dass die Tordifferenz dennoch nur minus eins ist, liegt sicher am schwedischen Goalie Adam Reideborn.

Punktezuwachs in Laibach wäre dringend notwendig, denn die nächsten Gegner sind die ersten zwei der ICE League: Sonntag im letzten Spiel vor der Teampause ist Tabellenführer Bozen in Wien zu Gast, zwölf Tage später nach der Teampause kommen die Linzer Black Wings mit ihrem Wiener Trainer Philipp Lukas nach Kagran. Von den Capitals sind zwei Spieler im Kader von Teamchef Roger Bader für den Deutschland-Cup von 5. bis 8. November in Düsseldorf mit Spielen gegen den Gastgeber, die Slowakei und Lettland dabei: Verteidiger Dominic Hackl und Center Leon Wallner. Meister Graz stellt mit fünf Spielern das größte Kontingent. Aus Protest gegen die Stadt Graz, die mit Saisonende das Sponsoring einstellte, entschlossen sich die 99ers, das Heimspiel gegen den nach 16 Runden noch sieglosen Letzten Pioneers Vorarlberg am 21. November in Kapfenberg auszutragen.

Foto: Vienna Capitals/Martina Bednar.

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