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Ein besserem Zeitpunkt für den LASK, gegen Liverpool zu spielen, gibt es nicht

Nach fünf Wochen Pause meldet sich Dienstag und Mittwoch die Champions League mit dem zweiten Spieltag zurück. Für Österreich im Mittelpunkt des Interesses steht natürlich die Heimpremiere des LASK im ausverkauften Linzer Stadion gegen den FC Liverpool. Der LASK verlor zum Auftakt bei AEK Athen 0:1, Liverpool gewann an der Anfield Road gegen Atletico Madrid 2:1. Sky-Experte Didi Hamann, der zwischen 1999 und 2006 283 Spiele für Liverpool bestritten, 2005 die Champions League gewonnen hatte, machte dem LASK Mut: „Einen besseren Zeitpunkt, gegen Liverpool zu spielen, gibt es fast nicht. Nicht ausgeschlossen, dass der LASK etwas mitnimmt.“ Hamann meinte damit die Auswirkungen der 0:3-Heimpleite der „Reds“ am Sonntag gegen Tabellenführer Manchester City. Nur Platz neun in der Premier League, neun Punkte Rückstand auf die „Citizens“, da fallen die Reaktionen in der englischen Medienlandschaft viel kritischer aus als die in Österreich auf das 0:2 des LASK gegen Rapid. Nur Einzelspieler, aber keine Mannschaft. Das ist der Vorwurf an den neuen spanischen Liverpool-Trainer Andoni Iraola. Im Mittelpunkt der Kritik, speziell bei Liverpool-Altstar Jamie Carragher als TV-Experten, steht der deutsche 125-Millionen-Kauf Florian Wirtz, (Bild), der am Sonntag nach 66 Minuten ausgetauscht wurde. Die deutschen Medien überschütten ihn nach Länderspielen zwar mit übertriebenem Lob, in der Premier League kam er in den  ersten sechs Runden nur auf einen Assist. Obwohl er in seiner zweiten Saison bei Liverpool die „Freigeist-Rolle“ im zentralen offensiven Mittelfeld bekam. In der ersten musste er am Flügel spielen.

Beim LASK war Montag die Aufarbeitung der Niederlage gegen Rapid angesagt, ab Dienstag ist nur Liverpool das Thema. Vielleicht gelingt Didi Kühbauer etwas Ähnliches wie dem ehemaligen LASK-Trainer Oliver Glasner, der Ende August mit Nottingham ein 2:2 an der Anfield Road erkämpfte, damit gar nicht zufrieden war, weil Nottingham eigentlich besser war, mehr Chancen hatte. Beim LASK fällt Linksverteidiger Georges Bello verletzt aus, der 24-jährige Kamerun-Legionär Yan Dibango dürfte ihn ersetzen. Schiedsrichter wird der Deutsche Tobias Stieler sein. Auch einen Tag nach Liverpool könnte es für den LASK ein Highlight geben: die Wahl zum Team des Jahres bei der Sporthilfe-Gala in der Wiener Stadthalle, bei der Jahrhundertfußballer Herbert Prohaska für sein Lebenswerk ausgezeichnet wird. Die Konkurrenten des LASK um den „Niki „sind die Ski-Weltmeisterinnen Ariane Rädler/Katharina Huber und das Skispringer-Duo Stephan Embacher/Jan Hörl.

Von den Klubs mit österreichischen Teamspielern gastiert Bayern München Dienstag in Norwegen auf Kunstrasen beim Favoritenschreck Viking Stavanger. Konrad Laimer ist kurz nach der Geburt seines zweiten Kindes dabei, Kapitän Manuel Neuer wird nach dem schwarzen Samstag in Augsburg im Tor durch Jonas Urbig ersetzt. Offiziell wegen einer Fußverletzung. Bei RB Leipzig – PSV Eindhoven könnten sowohl Nicolas Seiwald als auch Paul Wanner auf der Bank beginnen. Dienstag kommt der Salzburger Schiedsrichter Sebastian Gishamer an seinem 38. Geburtstag zum zweiten Einsatz in der Champions League. Beim Heimspiel von Aserbaidschan-Meister Sabah gegen Slavia Prag in Baku. Gishamer debütierte letzten November in der Königsklasse. Ebenfalls in Baku bei Qarabag Agdam gegen Chelsea. Der Schlager der zweiten Runde geht eindeutig am Mittwoch im Parc de Prince zwischen Titelverteidiger Paris St. Germain und Manchester City in Szene. Die neun Dienstag-Spiele sind bei Sky zu sehen, bei Viking Stavanger- Bayern ist Ex-Rapidler Jan Age Fjörtoft Co-Kommentator.

Foto: Reuters.

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