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Ein Selbstfaller von Sturm Graz durch zwei Tormannfehler! Tor von Arnautovic

Das erste Tor, das in der Europa League 2025/26 fiel, war ein Eigentor von Österreichs Meister Sturm Graz. Durch einen Fehler des dänischen Tormanns Oliver Christensen, der auch beim zweiten Treffer zum 0:2 (0:1) im dänischen Herning gegen FC Midtylland schlimm patzte. So gesehen war die vermeidbare Niederlage zum Auftakt ein Selbstfaller. Beide Tore fielen nach Standards. Das 0:1 nach einem Eckball, das 0:2 nach einem Freistoß. Beim 0:1 sah der israelische Schiedsrichter Orel Grinfeeld ein Foul an Christensen, das es in Wahrheit nicht gab, daher meldete sich der ungarische VAR Tamas Bognar. Bein On Field-Review sah auch Grinfeeld, dass sich Christensen  den Eckball von Franculino Dju mit der linken Hand, einer Art Volleyballbewegung, selbst ins Tor schlug. Beim 0:2 ließ die 26 jährige Fiorentina-Leihgabe einen Kopfball von Innenverteidiger Ousmane Diao, einen Senegalesen, über die Hände gleiten. Da helfen  zwei gute Reaktionen von ihm nichts – Christensen war der „Sargnagel“ in seiner Heimat vor den Augen seiner Familie und seiner Freunde, für die er 90 Karten kaufte.

Auch wenn Franculino (Bild), der Torjäger aus Guinea-Bissau, der Grazer Abwehr einige Probleme bereitete, ab der 20. Minute hielt Sturm durchaus mit, vergab durch Maurice Malone die hundertprozentige Ausgleichschance, als er am isländischen Teamtorhüter Elias Olafsson scheiterte. Nach der Pause kontrollierte Sturm zwar die Begegnung, ohne aber wirklich gefährlich zu werden. Da ging die Kreativität von Otar Kiteishvili ab. Trainer Jürgen Säumel wechselte mit Jacob Hödl zu Beginn der zweiten Hälfte, Leon Grgic und Belmin Beganovic nach 70 Minuten drei Youngsters ein, aber das machte Sturm nicht gefährlicher. Einen Torjäger mit der Qualität wie früher Rasmus Höjlund, Emanuel Emegha oder Mika Biereth, hat Sturm nicht mehr.

„Natürlich sind alle enttäuscht, mit der Leistung kann man teilweise zufrieden sein“, meinte Trainer Jürgen Säumel, „einige Dinge haben wir gut erledigt, einige müssen besser werden. Das Spiel lieferte wertvolle Aufschlüsse für die weitere Entwicklung einer Mannschaft, die im Umbruch ist!“ Sonntag folgt das steirische Derby gegen Hartberg, nächsten Donnerstag gastieren die Glasgow Rangers in Graz. Sicher muss die Tormannfrage gestellt werden: Christensen wurde nach der Ellbogenverletzung des Russen Danili Khudyakov bis Jahresende verpflichtet, sofort zur Nummer eins erklärt, obwohl Österreichs U 21-Teamtormann Matteo Bignetti zuvor in zwei Spielen kein Tor kassierte. Eigentlich müsste nach diesen Christensen-Fehlern Bignetti eine Chance bekommen.

Es gab Mittwoch aber doch zwei österreichische Sieger und einen österreichischen Torschützen. Ohne den erkrankten Philipp Lienhart, mit Junior Adamu schlug Freiburg den Schweizer Meister FC Basel 2:1 (1:0), Dejan Ljubicic besiegte mit Dinamo Zagreb Fenerbahce Istanbul 3:1 (1:1). Die Tore zum 1:0 und 2:1 erzielte Ex-Rapidler Dion Beljo, bei Fenerbahce begann der Ex-Salzburger Dorgeles Nene. Der Torschütze war Marko Arnautovic, der beim 1:1 (0:0) von Roter Stern Belgrad gegen Celtic Glasgow aus kurzer Distanz einen Pass des nigerianischen Verteidigers Franklin Tebo über die Linie brachte. Vor der Pause ließ Arnautovic einen Sitzer zur Führung aus.

Foto: UEFA.

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