Die Klub-WM ist für den FC Salzburg vorbei. Im strömenden Regen von Philadelphia gab es vor 67.000 Zuschauern kein „Wunder“ gegen Real Madrid, sondern ein 0:3 (0:2), das erträglicher war als fünf Monate zuvor das 1:5 in der Champions League. Da Al Hilal aus Saudiarabien CF Pachuca 2:0 besiegte, blieb für Salzburg nur Platz drei in der Tabelle und daher der Abschied. Das Trostpflaster sind 15,4 Millionen Euro Einnahmen durch Startgeld und Prämien.
Mit zwei 18 jährigen, je einem 19- und 20 jährigen und nur einem über 30 (Kapitän Stefan Lainer) stellte Salzburg sicher die jüngste Startelf der Klub-WM. Mit einem Durchschnittsalter von unter 22 Jahren. Dafür verkaufte sie sich gegen die Mannschaft mit dem teuersten Marktwert von 1,36 Milliarden Euro wirklich gut. Auch wenn das Fehlen des an der Wade verletzten Mads Bistrup im zentralen Mittelfeld, in dem Soumalia Diabate (20), der im Frühjahr noch bei Blau Weiß Linz spielte, und Mamadou Diambou (22) begannen, nicht zu kaschieren war. Letzlich verlor Salzburg durch zu große Passivität in den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte das Spiel. Nach 40 ging Real durch Topstar Vini jr. nach Superpass von Jude Bellingham in Führung, in der siebenten Minute der Nachspielzeit legte Vini jr. Federico Valverde das 0:2 auf. Joker Adam Daghim brachte neuen Schwung, aber es gab keine Chance, das Spiel zu drehen. Das 0:3 im Finish durch Gonzalo Garcia war nur die Draufgabe.
„Wir können ein Stück weit stolz sein“, glaubte Sportchef Rouven Schröder, „wir haben uns ganz gut verkauft!“ Trainer Thomas Letsch sprach ähnlich: „Es braucht keiner mit hängendem Kopf das Stadion zu verlassen, aber das war ein Match, das man niemals 0:3 verlieren darf!“ Zu den positiven Eindrücken der drei Spiele zählten vor allem die Leistungen des 18 jährigen Torhüter Christian Zawieschitzky. Da hat Alexander Schlager einen Konkurrenten, den er ernst nehmen muss. Aber dennoch gibt es Handlungsbedarf. Es wird kein Zufall sein, dass Letsch in den drei Spielen das Angiffsduo Karim Onisowo-Yoube Vertessen nicht gerade forcierte, sondern andere Lösungen probierte. In Wahrheit fehlt Salzburg ein Stürmer, der für 15 Tore pro Saison gut ist. Der sollte idealerweise schon bis zur Qualifikation für die Champions League gefunden sein.
Die Achtelfinalpaarungen der Klub-WM: Palmeiras – Botafogo, Paris St. Germain – Inter Miami, Benfica Lissabon – Chelsea, Bayern München – Flamengo, Inter Mailand – Fluminense, Borussia Dortmund – Monterrey, Real Madrid – Juventus, Manchester City – Al Hilal.
Foto: FC Salzburg.
