Fußball

Eine Bitte an den Sportminister: Nur keine Masken-Idee!

Einigkeit in der Bundesliga: Es gab keine Gegenstimme zum Konzept für die Fortsetzung der Saison mit 63 Spielen. Ob allerdings alle zwölf Klubs abstimmten oder sich welche der Stimme enthielten, das blieb geheim. Wie man hört, fanden acht das Konzept total überzeugend, zwei enthielten sich der Stimme, zwei zeigten sich nicht zufrieden. Wäre keine Überraschung, wenn der LASK dazu zählte. Sonst hätten beim Tabellenführer viele über den eignen Schatten springen müssen. Kein Wort stand in der Aussendung der Liga nach der mehr als sechsstündigen Videokonferenz über  von den neun Punkten, die WSG Swarovski Tirol-Präsidenten Diana Langes als Forderung an die Politik, sprich Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler, der Liga vorschlug. Ihre Idee eines allumfassenden Schutzschirms der Politik für die Bundesliga fand offenbar nicht genug Anklang. Eine Bitte an Kogler und Gesundheitsminister Rudi Anschober wäre aber durchaus legitim: Bitte nur nicht der Masken-Idee des deutschen Arbeitsministeriums folgen, das Freitag als Antwort auf das Konzept der deutschen Liga für den Rest der Saison forderte, die Spieler müssten auch während der Partien Gesichtsmasken tragen. Absoluter Schwachsinn. Skurriler geht´s schon nicht mehr. Auf diese Diskussion sollte man in Österreich verzichten.

„Die Saison fortzusetzen bedeutet eine umfangreiche Herausforderung. Einen Großteil haben wir mit dem Konzept bewältigt“, fand Ligavorstand Christian Ebenbauer. Jetzt liegt der Ball bei der Politik, die antworten muss. Ein Eckpfeiler des Konzepts, bei dem fünf Ärzte mitarbeiteten, auf medizinischer Seite: Regelmäßige PCR-Tests von Spieler und Betreuern. Gibt es einen positiven, wird nur die entsprechende Person isoliert. Die Testergebnisse müssen an jedem Spieltag bis zehn Uhr Vormittag vorliegen. Jeder Verein soll für den Rest der Saison einen fixen Kader von 30 Mann nennen, wenn 14 Feldspieler und zwei Torhüter zur Verfügung stehen, muss gespielt werden. Aufgehoben wird wie in Deutschland die Bundesliga-Beschränkung für Schiedsrichter, womit Reisen quer durch das Land eingeschränkt werden. Ein Vorarlberger Referee darf daher bis Saisonende auch Spiele von Altach leiten. Eine Mehrheit fand sich auch für die Adaptierung, sprich Erleichterung des Lizenzierungsverfahrens. Fixe Termine gibt´s noch keine. Aber intern sind weiterhin der 16.Mai für das Cupfinale zwischen Red Bull Salzburg und Austria Lustenau gepant, eine Woche später soll die Bundesliga beginnen. Vorerst ist noch der 30.Juni als Saisonende vorgesehen, aber sobald die UEFA den Juli offiziell frei gibt, was angeblich noch nicht geschah, wird davon Gebrauch gemacht. Dann gibt es weniger englische Runden.

Weniger als erwartet wurde über den Abbruch der zweiten Liga diskutiert, für den sogar Bewerbsponsor Hpybet Verständnis gezeigt hätte. Gegen den sich nicht nur Ried und Austria Klagenfurt. Auch Austrias AG-Vorstand Markus Kraetschmer begrüßte es im Sinne der  Young Violets, dass um die Fortsetzung der zweiten Liga gekämpft wird, eine Arbeitsgruppe dafür eingesetzt wurde. Grundvoraussetzung wäre, dass Kogler das Training in kleinen Gruppen nicht nur wie bisher für Cupfinalist Austria Lustenau frei gibt, sondern auch für die anderen 15 Klubs. Warum das nicht schon passierte, ist eigentlich nicht nachvollziehbar. Sicher wird der mögliche Abbruch der zweiten Liga bei der nächsten Bundesligatagung am 7.Mai erneut ein Thema sein. Und  damit auch die von Ried und Austria Klagenfurt ins Gespräch gebrachte Aufstockung der Bundesliga auf 14 Klubs. Beim Nachbarn Schweiz gab es trotz Corona bereits ein Nein zur Aufstockung der zwei Zehnerligen auf Zwölferligen. Sogar von den Klubs. Es fand sich keine Mehrheit dafür. Das Abstimmungsergebnis hieß 10:10.

 

Foto: Facebook.

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