Eishockey

Eishockey und Fußball: Teamchef Bader blickte bei Hasenhüttl über Tellerrand hinaus

Der nächste Schritt von Österreichs Eishockeyteam zur Mission-Klassenerhalt erfolgt am Wochenende veim Vierländerturnierzur Euro Ice Hockey Challenge im WM-Austragungsland Dänemark. Nicht wie im Mai in Kopenhagen, sondern im anderen WM-Ort Herning, wo Österreich Donnerstag auf Lettland und Samstag auf WM-Gegner Frankreich treffen wird. Das Duell gegen Dänemark steigt Freitag in Silkeborg. Also wie im November in Innsbruck wieder nur gegen A-Nationen. Damals gab es einen Sieg (8:3 über Südkorea) und zwei Niederlage (2:3 gegen Nor wegen anch Verlöngerung, 1:2 gegen Dänemark).  Wobei das Duell gegen Frankreich am Samstag ein Vorgeschmack auf die WM wird, im Mai wohl Entscheidungscharakter im Kampf gegen den Abstieg haben dürfte. Vor dem Dänemark-Trip verordnete sich Teamchef Roger Bader letzte Woche einen Blick über seinen Tellerrand zum Fußball. Fuhr nach Deutschland zu RB Leipzig,wo er im Trainingszentrale am Cottaweg Sportchef Ralf Rangnick, Trainer Ralph Hasenhüttl sowie auch die österreichischen Legionäre Marcel Sabitzer, Stefan Ilsanker (Bild oben) und Konrad Laimer traf.

„Wir wollen uns bei der  WM nicht hinten reinstellen. Meine Philosophie geht auch in Richtung Pressing und schnelles Umschalten. Das sind Dinge, für die RB Leipzig steht“, begründete Bader den Gedankenaustausch mit Rangnick und Hasenhüttl, um den er sich bemüht hatte. Das bedeutet eine interessante Premiere: Noch nie zuvor redete ein österreichischer Eishockeyteamchef mit Kennern aus der Fußballszene über Taktik. Was unter vier Augen alles geredet wurde, bleibt intern, sozusagen unter Verschluss. Interessant ist es auf jeden Fall. 16 Umstellungen nahm Bader im Vergleich zu Innsbruck vor. Diesmal sind die Spieler von Red Bull Salzburg wie Einsergoalie Bernhard Starkbaum und Verteidiger Dominique Heinrich dabei, auf die er ebenso wie auf Malmö-Legionär Lukas Haudum wegen der Champions League, verzichtet hatte, feiert Rafael Rotter mit Verspätung sein Comeback und ist ein Neuling drei: Peter Schneider, der Flügel vom Meister Vienna Capitals. Da wartet der Teamchef ab: „International zu glänzen ist etwas anderes als in Wien eine Verstärkung zu sein.“ Der 26jährige Klosterneuburger hatte die Saison noch in Nordameerika, in der East Coast Hockey League bei den Kalamazoo Wings begonnen. Aber Bader erwartet schon einiges: „Ich nehme doch stark an, dass sich alle für die WM empfehlen wollen.“ Stürmer Dominic Zwerger, der in Innsbruck debütiert hatte, gelingt dies auch in der Schweiz: Er ist bester Torschütze von Ambri Piotta.

Mit den drei NHL-Legionären gab es noch keinen Kontakt. Da wartet Bader ab, wie sich die Dinge in Sachen Play-off-Qualifikation entwickeln. Aktuell würde dies nur Michael Raffl mit den Philadelphia Flyers als Dritter der Metropolitan Division, in der Michael  Grabner mit den New York Rangers Letzter ist, schaffen. Sonntag siegte Raffl auswärts im Spielerparadies beim Sensation-Neuling  Las Vegas Knights, der besten Mannschaft im Westen 4:1. Grabner und den Rangers fehlen derzeit aber nur zwei Punkte auf den letzten Wild Card-Platz im Osten, Thomas Vanek im Westen mit Vancouver trotz 6:0 in Dallas hingegen schon 16. Das ist nicht mehr zu schaffen. Grabner traf Sonntag beim 3:1 gegen Winnipeg wieder einmal ins leere Tor. Sein siebenter Empty Net-Treffer in dieser Saison.  Das  schaffte kein anderer in der NHL. Mit 23 Toren ist er weiter bester Torschütze der  Rangers. Trotzdem gibt´s Spekulationen, wonach General Manager Jeff Gorton den 30jährigen Villacher wegen des im Sommer auslaufenden Vertrags bis 26. Februar an einen anderen Klub verkauft. Könnte auch dem vier Jahre älteren Vanek passieren, dem in Dallas sein 16. Saisontor gelang, der mit insgesamt 38 Punkten der beste Österreicher in der Scorerliste ist. Grabner hat 28, Raffl nach zehn Toren und sieben Assists 17. Bader geht einmal davon aus, mit keiner Verstärkung aus Übersee rechnen zu können: „Alles andere wäre ein Bonus.“

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