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Elsneg soll ein klares Zeichen für Viennas sportlichen Neustart sein

Es bedeutete schon eine bemerkenswerte, besondere Leistung der Vienna, nach 17 Zentimeter Neuschnee am Freitagabend ohne Rasenheizung auf der Hohen Warte das blau-gelbe Startspiel nach der Winterpause gegen St. Pölten möglich zu machen. Der Fanklub, die First Vienna Supporters, half mit, das Spielfeld vom Schnee zu räumen. Am Abend gab es einwandfreie Platzverhältnisse, als die Vienna mit drei Winterkäufen in der Startelf den Winterkönig St. Pölten 2:1 (1:0) besiegte. Ein verwandelter Elfmeter des Südkoreaners Jong Min Seo sorgte für die Entscheidung, die Vienna verdiente sich als giftigere Mannschaft die drei Punkte. Eine mit Aufstiegsambitionen  müsste sich anders präsentieren als St. Pölten. Mitunter wirkte alles fast lethargisch. Der einzige Lichtblick war U 17-Vizeweltmeister Valentin Ferstl, der vier Minuten nach seiner Einwechslung mit links den Ausgleich erzielte. Zu wenig, um vorn zu bleiben. Vienna stürzte den Tabellenführer, jetzt ist Austria Lustenau nach dem erzitterten 2:1 (1:1)-Heimsieg gegen Kapfenberg zwei Punkte vor St. Pölten Erster. Einer der Routiniers in der Mannschaft von Markus Mader, der 32 jährige Pius Grabher, erzielte in der 93. Minute den Siegestreffer. Die Admira kann Dienstag mit einem Heimsieg gegen die Young Violets Lustenau einholen.

Samstagvormittag machte Viennas Präsident Kurt Svoboda den wahren sportlichen Neubeginn offiziell: Seit Wochen war abzusehen, dass Dieter Elsneg das Rennen als neuer Sportchef bei Svoboda und Vizepräsident Roland Schmdt das Rennen machen wird. Auch weil er bereit war, Trainer Hans Kleer weiter eine Chance zu geben. Jetzt soll Elsneg, der als Spieler auch zwei Saisonen in Italien bei Frosinone und Sampdoria war, bei Österreichs ältesten Fußballklub das schaffen, was ihm beim GAK, bei dem er von 2021 bis Herbst 2025 Sportchef war, gelang: Den Aufstieg in die Bundesliga. Beim GAK begann der 36 jährige in der Regionalliga, bei der Vienna im Mittelfeld der zweiten Liga. Svoboda lobte Elsneg als ausgewiesenen Fachmann mit tiefgreifender Kenntnis der Fußballszene, der die Professionalisierung vorantreiben soll.

Einen Abstiegskampf wird es in der zweiten Liga nicht mehr geben, weil Austria Klagenfurt darauf verzichtet, Rekurs gegen die Eröffnung des  Konkursverfahrens einzulegen. Damit steigen die Kärntner in die Regionalliga ab. Das gehört zum Konzept des zurückgekehrten Sponsors Helmut Kaltenegger, der darauf bestand, auch Präsident des Traditionsklubs zu sein. Skepsis ist bei seinen Plänen durchaus angebracht.

Foto: First Vienna FC.

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