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Enttäuschung über Salzburg nach 0:4 größer als über LASK-Lehrstunde

Das kam in dieser Form eigentlich unerwartet. Die Enttäuschung über Salzburgs Chancenlosigkeit bei der 0:4 (0:2)-Heimpleite gegen AC Milan in der zweiten Runde der Europa League war größer als die am Dienstag nach der 3:6-Lehrstunde des LASK in der Champions League gegen Liverpool. Auch,weil von Salzburg, als das Match schon verloren war, anders als vom Meister keine Reaktion mehr kam. Da gab´s auch keine Standing Ovations der Salzburg-Fans unter den 22.503 Zuschauern, die wesentlich mehr Gegenwehr von der eigenen Mannschaft erwartet hätten. Andererseits agierte Milan auch konsequenter als Liverpool, ließ defensiv fast gar nichts zu.

Dabei fehlten bei Milan anfangs die großen Namen. Altstar Luka Modric, der Portugiese Goncalo Ramos und der Amerikaner Christian Pulisic kamen erst nach 60 Minuten, als Milan schon 3:0 führte. Andere setzten Salzburg matt. Vor allem der 19-jährige Italiener Alphandje Cisse, den Milan erst im Februar von Hellas Verona um 8,5 Millionen von Hellas Verona holte, ihn bis Sommer an Catanzaro verlieh. Jetzt ist sein Marktwert schon bei 20 Millionen.  So wie in Linz Bradley Barcola, jubelte auch Cisse (Bild) über einen Hattrick, der nach 15 Minuten begann, als er per Kopf Salzburgs Tormann Christian Zawieschitzky keine Chance ließ. Salzburgs deutscher Rechtsverteidiger Leon Morgalla stand zu weit von Cisse weg. So war es eigentlich immer, bis Cisse ausgetauscht wurde. Er traf auch nach 34 Minuten und vier Minuten nach Beginn der zweiten Hälfte. Damit waren alle leisen Hoffnungen auf eine Salzburger Aufholjagd dahin. Der vierte Treffer zeigte, wie unerwartet überfordert Salzburg war: Der polnische Mittelfeldspieler Bartosz Mazurek konnte am eigenen Strafraum einen Pass von Linksverteidiger Dominik Schmid nicht stoppen. Die schlechte Ballannahme verschaffte Goncalo Ramos die Chance, die er routiniert nutzte. Frust pur bei Salzburg über die erste Pflichtspielniederlage unter Trainer Danny Röhl, die  deftig ausfiel. Aber dennoch bleibt Salzburg dank des Startsiegs bei Levski Sofia noch im Rennen, um zumindest in die Play-offs zu kommen: Nächsten Donnerstag gastiert Salzburg bei Sloweniens Meister NK Celje, der Mittwoch daheim gegen Omonia Nikosia 0:3 verlor.

Für den LASK gab es einen Tag nach der Lehrstunde wieder etwas zum Feiern: Die Linzer wurden in der Wiener Stadthalle bei der Sporthilfe-Gala für das Double der letzten Saison als Mannschaft des Jahres ausgezeichnet. Trainer Didi Kühbauer und Sasa Kalajdzic nahmen den „Niki“ auf der Bühne von der Skispringerlegende Andreas Goldberger entgegen. Kühbauer wurde zudem Nachfolger von Oliver Glasner als Trainer des Jahres.

Foto: UEFA.

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