Fußball

Erste Niederlage seit 22. März: Sturm Graz stoppte Siegesserie des LASK

Auf die 0:1-Niederlage zum Start in der Ligaphase der Champions League in Athen folgte fünf Tage später die erste von Double-Sieger LASK in der Bundesliga seit 22. März, seit dem 2:4 gegen Rapid in Hütteldorf. Danach blieb die Mannschaft von Didi Kühbauer saisonübergreifend in 13 Spielen ungeschlagen, gewann saisonübergreifend neun in Folge. Vor 15 649 Zuschauern ging Sonntag in Graz diese beeindruckende Serie zu Ende. Wurden die Linzer von Sturm gestoppt oder scheiterten sie an sich selbst, wie Trainer Didi Kühbauer nach dem 1:2 (1:1) behauptete? Der Titelverteidiger blieb trotz der ersten Saisonniederlage Tabellenführer, allerdings nur durch die um einen Treffer bessere Tordifferenz als Rapid. Sturm tankte Selbstvertrauen für den Europa League-Start am Mittwoch gegen Rennes, den  Dritten der französischen Ligue 1.

Die sonst so stabilen LASK-Innenverteidiger Xavier Mabuyamba, Joao Tornich und Andres Andrade waren diesmal unkonzentriert und daher ein Gefahrenherd. „Sturm  neu“ mit Southampton-Leihgabe Joshua Quarshie im Abwehrzentrum, dem Bosnier Arjen Malic als Linksverteidiger, Kosovo-Teamspieler Valmir Matoshi im Mittelfeld statt U-17-Vizeweltmeister Luca Weinhandl und Gizo Mamageishvili im Angriff neben Seedy Jatta wartete von Beginn an vor allem auf Konterchancen, der LASK war eindeutig die aktivere Mannschaft. Lief aber nach einem Outeinwurf in einen Konter, den der Georgier Mamageishvili zur Grazer Führung nutzte (36.). Kryzstof Danek nutzte knapp vor der Pause einen „Krash“ zwischen Sturm-Tormann Danili Khudyakov und Malic zum Ausgleich, aber nach 59 Minuten lag wieder Sturm davon. Durch den acht Minuten zuvor für den an der Schulter verletzten Jatta eingewechselten Oumar Diakite. Die Reims-Leihgabe lief nach einem hohen, weiten  Pass von Malic Mbuyamba und Tornich davon, kam an Torhüter Lukas Jungwirth vorbei, wurde erstmals im schwarzen Sturm-Dress gefeiert (Bild oben). Daraufhin brachte Kühbauer Sasa Kalajdzic und Robert Ljubicic, Kalajdzic hätte kurz darauf den Ausgleich erzielen müssen: Zwei Haken im Strafraum waren zwar perfekt, aber dann schoss er Malic an. Schon in Athen nutzte er die Möglichkeit zum 1:1 nicht: „Ich habe den Ball nicht gut getroffen“, gab er zu, meinte aber auch: „Wir haben zu viele Einladungen an Sturm verschickt. Hoffentlich war das ein Weckruf zur richtigen Zeit!“

Sturm hätte sogar 3:1 gewinnen können oder müssen. Denn der zeitgleich mit Kalajdzic und Ljubicic eingewechselte Otar Kiteishvili vergab in der 96. Minute einen Elfmeter. TV-Bilder davon gab es nicht. Offiziell wegen eines Stromausfalls in Graz. Aber das Flutlicht im Stadion brannte. Es ist nicht die erste TV-Panne, seit die Bundesliga selbst die Übertragungen produziert, dafür das billigste Angebot angenommen hat.

Foto: APA/Erwin Scheriau.

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