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Erster Ried-Sieg stürzte WSG Tirol! Siebene Auswärtsniederlage von Wolfsberg in Serie

Der Führungswechsel, den es Sonntag in der Meistergruppe geben kann, passierte schon Samstag zum Start in die Qualifikationsgruppe: WSG Tirol verlor durch zwei Elfmeter in Ried 1:2 (0:1) und damit Platz eins an Altach. Die Vorarlberger haben zwei Punkte mehr als die Tiroler, ebenso Ried nach dem ersten Bundesligasieg in diesem Jahr, das mit dem Cuptriumph gegen Rapid begann. Cupfinalist Altach schlug daheim Blau Weiß Linz 3:1 (1:0). Wie es aussieht, werden Altach, Ried und WSG Tirol nichts mit dem Abstiegskampf zu  haben. Für Schlusslicht Blau Weiß wird es nunmehr bei sechs Punkten Rückstand auf das rettende Ufer immer schwieriger, in den nächsten neun Runden den Abstieg zu verhindern. Außer Wolfsbergs Talfahrt geht ungebremst weiter: Das 0:2 (0:1) in Graz gegen den GAK war bereits die siebente Auswärtsniederlage hintereinander. Die Kärntner, letzte Saison noch stolzer Cupsieger und auch im Titelkampf dabei, wurden vom GAK eingeholt. Danach zeigte sich auch, dass es innerhalb der Mannschaft gar nicht stimmt.

Nicolas Wimmer, der olide Innenverteidiger, redete sich nach dem 63. Spiel für Wolfsberg, einen Tag vor seinem 31. Geburtstag vor den Sky-Kameras den Frust von der Seele. Es habe wieder einmal an Einsatzbereitschaft und Leidenschaft gefehlt, einige Spieler würden es zu locker angehen. Wimmer und der derzeiit verletzte Marcus Pink gehörten jedenfalls nicht zu der „Anti Pacult“-Fraktion innerhalb der Mannschaft, die Dominik Baumgartner anführte.  Der Kapitän deponierte auch bei Präsident Dietmar Riegler nach einer 1:2-Heimniederlage gegen Hartberg, dass die Mannschaft mit Peter Pacult als Nachfolger von Didi Kühbauer nicht gut zurechtkommt. Riegler gab nach, beurlaubte Pacult, engagierte den ehemaligen Kapfenberg-Trainer Ismail Atalan als Nachfolger. Dessen Bilanz nach zehn Spielen: nur ein Sieg (daheim gegen die Austria), zwei Unentschieden, aber sieben Auswärtsniederlagen. Mit Pacult schlug Wolfsberg noch auswärts Meister Sturm Graz.

Nach Wimmer stellte sich von Wolfsberg nur nch Atakan den „Sky“-Fragen. Schon nach der verpassten Qualifikation zur Meistergruppe kündigte Riegler (Bild) an, die Saison mit Atalan durchzuziehen. Um das noch zu bestärken, saß er in Graz ebenso wie Vizepräsident Christian Puff auf der Spielerbank. Aber von der Mannschaft kam keine Reaktion. Geht es so weiter, kann es noch ganz eng werden.

Foto: Ligaportal/Pulsinger.

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