Einen Tag nach dem historischen 3:2 des LASK bei Sporting Lissabon in der Champions League folgte auch in der Europa League ein österreichischer Sieg: Zunächst schlug Sturm Graz daheim vor 14.200 Zuschauern im ausverkauften Stadion Olympique Marseille 1:0 (0:0). Danach verspielte FC Salzburg beim slowenischen Meister Celje eine 2:0-Führung, kassierte leichtsinnig den späten Ausgleich zum 2:2 (1:0), ließ zwei Punkte liegen. Daher folgte auf den Riesenjubel bei Sturm (Bild) Frust bei Salzburg. Derzeit wären Sturm als 19. und Salzburg als 21. der Tabelle in den Play-offs.
Sturm kann sich auf Oumar Diakite verlassen. Im siebenten Spiel erzielte er sein siebentes Tor. Damit entschied der Ivorer nach 13 Minuten das Spiel. Zuvor erkämpfte Luca Weinhandl den Ball, setzte Diakite ideal ein, der von der Strafraumgrenze traf. Sturm hätte zur Pause höher führen müssen, so traf Simon Seidl mit einem Heber die Latte. Trainer Fabio Ingolitsch ließ Diakite zur Pause in der Kabine, weil der „Torgarant“ noch nicht fit für 90 Minuten ist, zudem die gelbe Karte hatte. Marseille kam in der zweiten Hälfte zwar besser ins Spiel, blieb jedoch meist ungefährlich. Daher gab es für Torhüter Ammar Helac kein großes Problem, bei seiner internationalen Premiere das “ zu null“ festzuhalten. Sturms erster Sieg in der Ligaphase brachte 450.000 Euro Siegesprämie, vergrößerte die Chancen, in die Play-offs zu kommen. In der vierten Runde am 5. November gibt es wieder ein Heimspiel: Gegen Celje.
Sloweniens Meister holte Donnerstag seinen ersten Punkt. Salzburg führte in Celje schon nach sieben Minuten, als Soto Kitano nach starker Vorarbeit von Damir Redzic genau ins Eck traf. Salzburg brauchte Glück, etwa bei einem Stangenschuss, um den Vorsprung in die Pause zu bringen. Noch besser gelang der Start in die zweite Hälfte. Der zur Pause für Yorbe Vertessen eingewechselte Däne Jesper Lindström tankte sich in seiner ersten Aktion nach 23 Sekunden (!) durch, ließ sich die Chance zum 2:0 nicht entgehen. Mit dem „goldenen Händchen“ von Trainer Danny Röhl schien Salzburg alles im Griff zu haben. Doch fünf Minuten später sah Linksverteidiger Dominik Schmid schlecht aus, als Celje durch Mittelstürmer Blaz Kramer zum Anschlusstreffer kam. In der 90. Minute fiel durch den in der 81. Minute eingetauschten Litauer Armands Kucys noch der Ausgleich, den sich Celje verdiente. Denn Salzburg wurde zu passiv, verfehlte daher sein Ziel. Drei österreichische Siege waren durchaus möglich. „Ärgerlich, solche Fehler, nach einem eigenen Freistoß den Ausgleich zu kassieren, darf man nur einmal machen“, gestand Trainer Danny Röhl. Im November muss Salzburg zunächst nach Brüssel zum Traditionsklub Anderlecht.
So wie sein Ex-Klub Sturm feierte auch Chris Ilzer mit Hoffenheim den ersten Sieg. Einen Tag nach dem 49. Geburtstag des Trainers wurde Frankreichs Tabellenführer Olympique Lyon 3:0 (1:0) abgefertigt. Alexander Prass spielte im zentralen Mittelfeld, das zweite Tor erzielte Ex-Salzburg-Legionär Adam Daghim. Bei Lyon wurde Innenverteidiger Felix Bacher nach 45 Minuten ausgetauscht. Auch Raul Florucz war ein österreichischer Sieger, erzielte beim 4:0 (1:0) von Union St. Gilloise gegen Hapoel Beer Sheva mit einem verwandelten Elfmeter die Führung. Kevin Danso schaffte mit Sunderland in Polen gegen Lech Posen mit dem 1:1 (1:0) einen Punkt, Teamtorhüter Florian Wiegele verlor mit Viktoria Pilsen daheim gegen Levski Sofia 1:2 (0:1). In der Conference League schonte Freiburg beim 0:3 (0:1) gegen AS Monaco Philipp Lienhart für das Bundesliga-Spitzenspiel gegen Bayern München.
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