Fußball

Erstmals seit 2019 nicht in der Meisterrunde – dann bricht bei Rapid der Notstand aus

Zuletzt schaffte es Rapid in der Saison 2018/19 nicht, nach dem Grunddurchgang einen Platz unter den ersten sechs zu erreichen. Ein Trainerwechsel von Goran Djuricin zu Didi Kühbauer nach neun Runden brachte nicht die entscheiden Wende. 13 später lag Rapid nur auf Rang acht. Eine peinliche Blamage. In den Jahren danach beendete Rapid die ersten 22 Runden auf den Plätzen drei, zwei, fünf, vier und sechs. Sonntag wäre im besten Fall Rang fünf möglich, wenn in Hütteldorf vor mehr als 18.000 Zuschauern ein Sieg gegen den GAK gelingt und der LASK in Graz gegen Tabellenführer Sturm nicht gewinnt.  Im schlechtesten Fall aber auch der blamable siebente: Bei einem Unentschieden, falls der LASK nicht verliert und Blau Weiß Linz mit einem Heimsieg über Hartberg Grün-Weiß überholt. Bei einer Pleite gegen den Vorletzten aus Graz reicht Blau Weiß schon ein Punkt gegen Hartberg, um vor Rapid zu landen. Denn bei Punktegleichheit bleiben beide Linzer Klubs aufgrund der direkten Duelle vor Rapid.

Drei Tage nach dem Riesenjubel über den Aufstieg ins Viertelfinale der Conference League, droht Rapid ein Supergau, eine Art sportlicher Notstand. Der alles infrage stellen würde, auch Trainer Robert Klauß. Der weiß ganz genau: Es wird schwieriger, den GAK, dessen gesperrter Trainer Rene Poms in der Coaching Zone durch Assistent Dino Skvorc vertreten wird, zu bezwingen als letzten Donnerstag den bosnischen Meister. Weil die 120 Minuten gegen Borac Banja Luka noch allen in den Knochen stecken. Zwar stehen Klauß bis auf den gesperrten Bendegüz Bolla beim ungewollten Finale alle zur Verfügung, auch die Torschützen Dino Beljo (Bild) und Louis Schaub, aber sind alle auch frisch genug, um nach zehn ungeschlagenen Spielen gegen Aufsteiger den sechsten Sieg zu feiern? Mamadou Sangare wirkte bei seinem Austausch fix und fertig. Ob er nicht einmal 72 Stunden später wieder bei Kräften sein kann?

In Heimspielen verlor Raid gegen Aufsteiger nur einmal. Im April 2019 3:4 gegen Hartberg. Rapid wird die beste Leistung in diesem Jahr brauchen, um die Pflicht zu erledigen. Bisher gelang es in dieser Saison nicht, nach Europacup-Highlights in der Bundesliga an die Leistungsgrenze zu kommen.  Sonntag muss das anders sein. Aber der GAK ist gefährlich, wie zwei Siege in den letzten drei Auswärtsspielen zeigten. Egal: Rapid muss Charakter zeigen. Dann dürfte nichts schiefgehen.

Foto: SK Rapid/Widner.

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