Erfolgreiche Tage für Austria: Mit dem neuen strategischen Partner aus Georgien ist alles abgeklärt, Mittwoch gibt´s die Präsentation. Und die Chancen auf Rang sechs und die Meisterrunde blieben intakt, weil zum zweiten Mal in dieser Saison zwei Siege hintereinander gelangen. Auf das 5:1 gegen Altach folgte Sonntag das 2:0 (2:0) in St. Pölten, wodurch die Niederösterreicher mit der ersten Niederlage von Trainer Robert Ibertsberger gegen Violett aus dem Rennen sind: „Wir entwickeln uns zu einer Mannschaft, die bereit ist, alles für den Verein abzurufen“, meinte General Manager Peter Stöger schon vor dem Match in einem „Sky“-Interview, in dem er Merab Jordania, der die Interessen des Investors in der Austria AG vertreten wird, als „guten Typ“ bezeichnete, den er aus seiner Zeit in Deutschland kennt. Aber die Gespräche zwischen ihm und Jordania, durch die eine sinnvolle Kooperation entstehen soll, stehen noch an.
In St. Pölten machte Austria mit einem Doppelschlag in der 16. und 17. Minute alles klar. Dabei hatte St. Pölten bis zur Pause die besseren Chancen, traf je einmal Latte und Stange, aber die Austria, diesmal mit Stephan Zwierschitz als Linksverteidiger und Patrick Wimmer im Mittelfeld, schlug zu. Als St. Pöltens Winterkauf Lukas Tursch einen Freistoß von Dominik Fitz ideal auf den Kopf von Innenverteidiger Johannes Handl verlängerte, der sein drittes Tor in diesem Jahr erzielte. Und als Christoph Monschein kurz darauf jubelte, weil er einen starken Assist von Benedikt Pichler zu seinem ersten Treffer in dieser Saison nützte (Bild oben). In der zweiten Hälfte kam Austria nicht in Gefahr, den Vorsprung zu verspielen, sah alles nach einem Spaziergang aus, bei dem ein höherer Sieg möglich gewesen wäre.
Was heißt das für Violett? Nur je einen Punkt hinter dem Sechsten WSG Swarovski Tirol und Hartberg, nur noch drei hinter Wolfsberg, da die Kärntner wieder einmal daheim schwächelten und Altach 0:1 (0:1) unterlagen. Ein Trainereffekt bei den Vorarlberg mit Damir Canadi, der Beton anrührte. Nichts anderes war zu erwarten. Aber so kam Altach auswärts nach vier Niederlagen hintereinander wieder zu einem Sieg, gab die rote Laterne des Letzten an Admira ab. Wolfsberg spielt in den letzten drei Runden zunächst in Ried, dann folgen zwei Duelle gegen direkte Konkurrenten. Daheim gegen WSG Tirol und dann in Wien gegen die Austria. Wenn das noch schief geht, wäre das ein Supergau für die „Wölfe“. Tirol trifft in Innsbruck auf Salzburg-Bezwinger Sturm, muss nach Wolfsberg, empfängt Rapid. Hartberg hat daheim mit Admira und St. Pölten zwei Gegner, die man bezwingen kann, muss dazwischen nach Hütteldorf zu Rapid. Austrias Restprogramm? Nächsten Sonntag das heiße Wiener Derby gegen Rapid in der Generali-Arena, dann nach Graz zu Sturm, zum Abschluss gegen Wolfsberg: „Wir sind zwar stabiler geworden, aber das ist doch ziemlich heftig“, gestand Stöger. Wenn man realistisch ist, muss man sagen: Diese Konstellation spricht eher für Hartberg als für WSG Tirol oder Austria. Hartberg hat derzeit einen Lauf wie zehn Punkte aus den letzten vier Runden gegen Austria, Ried, Tirol und den LASK beweisen. Zum zweiten Mal mit Hartberg in die Meisterrunde zu kommen, wäre ein Qualitätsbeweis mehr von Trainer Markus Schopp.