Tabellenführer FC Salzburg beim Neunten der deutschen Bundesliga, SC Freiburg, der Tabellenzweite Sturm Graz daheim gegen den Zweiten der Superliga Serbiens, Roter Stern Belgrad, bei dem es nach der 0:1-Heimniederlage gegen Vojvodina am Wochenende interne Aufregungen gibt. Ähnlich wie bei Sturm. Das sind die Herausforderungen für Österreichs Spitzenduo am Donnerstag in der Europa League. Drei der vier Mannschaften, gegen die Salzburg bisher verlor, stehen derzeit auf einem Achtelfinalplatz: Olympique Lyon ist Tabellenführer, Ferencvaros Budapest Sechster, FC Porto Achter. Freiburg liegt auf Platz vier, der letzte Gegner Aston Villa auf Rang drei _ das zeigt, dass für die Salzburger nichts mehr zu holen sein wird. Außer es gelingt im Stadion am Wolfswinkel eine Überraschung. „Wir müssen effizienter sei als zuletzt“, wusste Trainer Thomas Letsch. Möglich, dass es zur Europa League-Premiere von Salzburgs 37-jährigem Abwehrzentrum kommt. In den bisherigen fünf Spielen begann stets der 28 jährige Däne Jacob Rasmussen, zuletzt in der Bundesliga bevorzugte Letsch das Youngster-Duo mit dem 18 jährigen Joane Gadou und dem ein Jahr älteren Tiroler Jannik Schuster (Bild). Letsch saß wegen einer Grippe Mittwoch nicht in Salzburgs Flugzeug Richtung Basel. Fraglich, ob er zum Spiel kommen kann.
Bei Freiburg dürfte Österreichs Teamverteidiger Philipp Lienhart fehlen. Er schied letzten Samstag in seinem 200. Bundesligaspiel mit einer Leistenverletzung aus, ohne ihn wurde aus einem 1:0 gegen Heidenheim noch ein 1:2. Wahrscheinlich wird er geschont. Junior Adamu, der 24 jährige Ex-Salzburg-Stürmer, spielte zuletzt bei Freiburgs Trainer Julian Schuster in der Bundesliga keine Rolle, in der Europa League gehörte er bei allen fünf Partien zur Startelf. Zwei Tore erzielte er bei 15 Einsätzen in dieser Saison. Das Spiel ist in Österreich nur bei Canal+ live zu sehen, Co-Kommentator ist ein Grazer, der sich in Freiburg sehr gut auskennt: Dort spielte Teamstürmer Michael Gregoritsch drei Jahre, von Sommer 2022 bis Sommer 2025.
Sturm gegen Roter Stern Belgrad bereitet der Grazer Polizei Kopfzerbrechen: Die UEFA hob die Auswärtssperre für die gefürchteten fanatischen Fans nach Graz auf, 4000 sollen nach Graz kommen, nur 1500 dürfen in den Gästesektor. Es werden noch mehr Polizisten als beim Grazer Derby im Einsatz sein. Für Sturms Trainer Jürgen Säumel gibt es durch den befürchteten Kreuzbandriss von Leon Grgic auch im Angiff nur mehr wenige Varianten. Es spricht einiges für Maurice Malone und Seedy Jatta. Roter Stern verlor mit dem Brasilianer Bruno Duarte seine besten Stürmer bei der Pleite gegen Vojvodina durch Knöchelverletzung, Marko Arnautovic gehört nach Adduktorenproblemen zum Kader.
Foto: RB Salzburg/Andreas Schaad.
