Vor einem Jahr wechselte er von Rapid für 3,5 Millionen Euro zu Celtic Glasgow, blieb damit grün-weiß treu. Seither erzielte der 25 jährige Nicolas Kühn für den schottischen Meister in 52 Spielen 20 Tore und gab 15 Vorlagen. Eine bessere Bilanz als bei Rapid mit sieben Toren und zehn Assists in 51 Partien. Mittwoch trifft der Deutsche mit Bayern München auf einen Ex-Klub, bei dem er von 2020 bis 2022 in der zweiten Mannschaft 37 Spiele gemacht hatte. Im November hinterließ er gegen einen anderen deutschen Verein, bei dem er von 2015 bis 2018 im Nachwuchs war, RB Leipzig, mit zwei Toren beim 3:1-Heimsieg seine Spuren. Wird’s auch gegen Bayern gelingen? Kühn versprach Bayern im Celtic-Park einen unglaublichen Hexenkessel, den sie zuvor noch nie erlebten. Was die Lautstärke im Stadion, den Enthusiasmus der Fans betrifft.
Über die zweieinhalb Rapid-Jahre sagt Kühn nur Gutes. Wichtig seien sie für seine Entwicklung gewesen, über seinen Ex-Trainer Zoran Barisic, der ihn beim Zweitligisten Erzgebirge Aue, wohin ihn Bayern verliehen hatte, „entdeckte“, spricht er in den höchsten Tönen. Aber das ist Vergangenheit. Auch das 1:7-Debakel mit Celtic im zweiten Champions League-Spiel seiner Karriere bei Borussia Dortmund: „Wir haben uns souverän für die k.o.-Runde qualifiziert. Ich bin bis in die Haarspitzen motiviert!“ Sich für die deutsche Nationalmannschaft, die sein großes Ziel ist, empfehlen, das kann er in beiden Spielen gegen Bayern sicher. Diese Gelegenheit hatte er bei Rapid nie. Celtics torgefährlichster Stürmer, der Japaner Daizen Maeda, kann doch spielen, da die UEFA seine Sperre nach einem Protest von Celtic reduzierte. Konrad Laimer wird den Hexenkessel Celtic-Park möglicherweise zu Beginn auf der Bank erleben: Laut Münchener Medien spielt er im Abschlusstraining nur in der B-Formation. Ob ihn Trainer Vincent Kompany für den Bundesligaschlager am Samstag in Leverkusen „aufhebt?“
Einen Hexenkessel wird’s im Stade Luis II von Monaco nicht geben, wenn die Mannschaft von Adi Hütter sich vor wahrscheinlich nicht mehr als 15.000 Zuschauern gegen Benfica Lissabon für die 2:3-Heimniederlage am 27. November in der Ligaphase revanchieren will. Zur Pause führe Monaco 1:0, bei 1:1 wurde Verteidiger Wilfried Singo ausgeschlossen. Dennoch ging Monaco 2:1 in Führung, ehe in der 84. und 88. Tore nach Flanken des 36 jährigen Angel di Maria der Brasilianer Arthur Cabral und der Schweizer Zeki Amdouni mit Kopftoren das Match noch drehten. Damals ging Mika Biereth noch für Sturm Graz auf Torjagd, Mittwoch zählt er in seinem ersten Champions League-Einsatz für Monaco zu Hütters Hoffnungsträgern.
Ein Österreicher ist bereits im Achtelfinale: Marko Arnautovic mit Inter Mailand. Er hatte Montag sein erstes Erfolgserlebnis dieser Saison in der Serie A, als ihm nach 52 Minuten per Kopf das entscheidende Tor zum 2:1 (1:1)-Heimsieg gegen Fiorentina gelang. Nach 28 Minuten wurde Arnautovic für den verletzten Marcus Thuram eingewechselt, nach 77 wieder ausgetauscht. Die 49 Minuten waren in den 27 Runden sein bisher längster Einsatz in der Meisterschaft, in der er bisher gesamt 162 Minuten spielte. Je einen Treffer erzielte er auch in der Champions League beim 4:0 gegen Roter Stern Belgrad und beim 2:0 gegen Udinese in der Coppa Italia.