Fußball

Franco Foda beim Schweizer Meister FC Zürich gelandet

Sein Nachfolger Ralf Rangnick wird in Österreich als Heilsbringer gefeiert. Schon beim Engagement und nach zwei Spielen fast noch mehr. So manches, was an Ex-Teamchef Franco Foda kritisiert wurde, gilt bei Rangnick als hundertprozentig richtig. Der 56 jährige Foda schwieg seit seinem Rückzug im März zum Thema Nationalmannschaft, beschäftigte sich mit seiner Zukunft, die in der Schweiz liegt: Beim FC Zürich, erstmals seit fünf Jahren wieder Meister, wurde er Nachfolger des zu Hoffenheim gewechselten Deutschen Andre Breitenreiter. Weil in Zürich auch die Fakten zählen. Und die heißen: Foda schaffte mit Österreichs Team den Aufstieg in der Nations League, die EM-Qualifikation und führe Österreich dort bis ins Achtelfinale, was zuvor keiner geschafft hatte. Auch die unglückliche1:2-Niederlage gegen den späteeen Europameister Italien in Wembley spricht nicht gegen Foda. Da war die Leistung sicher nicht schlechter als die unter Rangnick gegen Kroatien und Dänemark.

Für Foda ist es eine Rückkehr in die Schweiz nach 25 Jahren. 1997 war er der Libero des FC Basel, ehe ihn Ex-Sturm-Präsident Hannes Kartnig nach Graz  holte, wo Foda sesshaft wurde, als Spieler und Trainer Meister wurde. Bei Zürichs Präsident Ancillo Canepa steht Foda höher im Kurs als deutsche Landsleute, die sich ebenfalls für den Job interessierten. Das sind Ex-Austria-Trainer Thomas Letsch, zuletzt in Holland bei Vitesse Arnheim, wo er einen Vertrag bis 2023 hat, Alexander Zorniger, Ex-Trainer von RB Leipzig, danach bei VfB Stuttgart, Bröndby Kopenhagen und Meister auf Zypern mit Apollon Limassol und Achim Beierlorzer, Ex-Trainer bei Mainz und dem 1.FC Köln. Das erste Gespräch zwischen Canepa und Foda gab es letzten Samstag.

Auf Zürichs Überflieger wird Foda aber nicht mehr hoffen können: Der 18 jährige Flügelflitzer Willy Gnonto stach Samstag in Italiens Team bei seinem Debüt heraus, bereitete als Joker in Bologna den Ausgleich zum 1:1 gegen Deutschland ideal vor, stand Dienstag beim 2:1 gegen Ungarn in Cesena in der Startelf. In Italien brach die „Gnontomania“ aus, Serie A-Klubs buhlen um ihn. Canepa kann mit Gnonto Millionen kassieren, kalkuliert mit einem Rekordtransfer, da der Italiener bis 2023 unter Vertrag steht. Foda bekam einen Zweijahresvertrag, der FC Zürich steigt in die zweite Runde der Qualifikation zur Champions League ein.

Eine neuen Arbeitgeber fand auch Damir Canadi ein halbes Jahr nach der Trennung von Altach. Er bekam erstmals einen Job in Kroatien. In Sibenik, einer netten Hafenstadt zwischen Zadar und Split. Der Klub hat allerdings das kleinste Budget der kroatischen Liga.

Foto: FotobyHofer/Diener, Philipp Schalber.

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