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Fünf um zwei Plätze: Rapid hat am meisten zu verlieren

WIEN, AUSTRIA, FEB. 15. 2026 - SOCCER - 2025-2026, ADMIRAL BUNDESLIGA, SK FK Austria Wien vs Rapid Wien. Photo: Yigit Oerme

LASK gegen Wolfberg ist Sonntagnachmittag die einzige Partie in der letzten Runde des Grunddurchgangs, bei der es nicht um die umkämpften letzten zwei Plätze in der Meisterrunde geht. Der LASK hat den schon sicher, Wolfsberg  ist aus dem Rennen. Die Linzer haben zudem sicher auch das wegen Nebels ausgefallene Cupsemifinale in Ried, das Mittwoch nachgetragen wird, im Hinterkopf. Aber egal ob in Hartberg,  Graz, Hütteldorf, Ried oder Innsbruck, dort spielt der Kampf um Rang fünf und sechs die Hauptrolle. Hartberg reicht daheim gegen den Letzten Blau Weiß Linz ein Punkt zum Meistergruppen-Hattrick nach 2020 und 2024, kann auch bei einer Niederlage oben bleiben, wenn Rapid daheim gegen Red Bull Salzburg und Altach in Graz gegen Meister Sturm nicht gewinnen. Verliert Hartberg würde sich bei einem Altach-Sieg die Frage nach der Tordifferenz stellen. Da hat Hartberg mit plus fünf noch die bessere als Altach (plus eins).

Am meisten hat sicher Rapid zu verlieren. Mit einem Sieg würde es aus eigener Kraft schaffen, was sicher zu den grün-weißen Ansprüchen gehört. Ein Unentschieden reicht, wenn Altach nicht gewinnt. Bei einer Niederlage bliebe Rapid ohne Sieg von Altach, Ried gegen Austria  und WSG Tirol am Tivoli gegen den GAK Sechster: „Wir haben die Qualität, um Salzburg weh zu tun“, behauptete Kapitän Matthias Seidl. Altachs Konzept zur Sensation gegen Salzburg im Cupsemifinale ist für Rapid laut Trainer Hoff Thorup kein „Vorbild“. Rapid wird es ohne den gesperrten Mittelfeldspieler Romeo Amane auf andere Art probieren. Salzburg, seit zehn Runden Tabellenführer, steht nach der Cuppleite auch unter Druck, aber nicht so stark wie Rapid: „Jeder einzelne Punkt ist vor der Meistergruppe wichtig. Wir sind überzeugt, dass wir aus der Niederlage gegen Altach wichtige Lehren gezogen haben und beweisen werden, dass wir eine passende Antwort geben können.“  Kurzfristig wird es bei Rapid keine Konsequenzen geben, wenn über die Abstiegsgruppe und das Play-off versucht werden muss, einen Europacupplatz zu sichern. Die Personalpolitik von Sportchef Marku Katzer wird bereits seit einiger Zeit hinterfragt.

Wenn Altach vier Tage nach dem historischen ersten Aufstieg ins Cupfinale auch in die Meisterrunde kommt, dann wäre es die erfolgreichste Woche der Klubgeschichte.  Ried würde ein Sieg gegen die Wiener Austria reichen, wenn Rapid nicht punktet, Altach und Tirol nicht gewinnen: „Als Aufsteiger haben wir nichts zu verlieren“, betont Trainer Max Senft. Für Philipp Semlic, seinen Kollegen bei WSG Tirol, geht es vorrangig um wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Wenn er damit falsch liegen sollte, hätte er gar nichts dagegen.

 

Foto: Yigit Oerme.

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