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Für Kühbauer zahlte Rapid vor sieben Jahren mehr als heuer für Mbuyi

(SK RAPID WIEN - ETO FC GYÖR); © FOTObyHOFER/Christian Hofer, 28.8.2025

Nach 899 Tagen kehrt Didi Kühbauer Sonntag auf die Trainerbank des LASK zurück. Ausgerechnet in Hütteldorf vor 22.000 oder mehr Zuschauern gegen seinen Herzensklub Rapid. Er will dort etwas mitnehmen, weiß wie schwer das wird. Vor sieben Jahren war er erstmals Trainer eines Rapid-Gegners im Allianz-Stadion. Mit. St. Pölten gewann er damals 2:0, war drei Tage später Nachfolger von Goran Djuricin als Trainer bei Grün-Weiß. Ex-Präsident Michael Krammer kaufte ihn damals um stolze 700.000 Euro aus seinem Vertrag heraus. Das ist noch immer die Rekordablöse, die der überlegene Tabellenführer der zweiten Liga bisher kassierte. Rapid zahlte vor sieben Jahren für Kühbauer an St. Pölten um 200.000 Euro mehr als heuer im Sommer für Schützenkönig Claudy Mbuyi (Bild).

Mit dem LASK gewann Kühbauer bisher in Hütteldorf nicht, da gab es ein 0:1 und 1:1. Mit Wolfsberg feierte er letzte Saison zwei Siege (3:1, 1:0).  Was schafft er Sonntag mit dem Vorletzten? „Der Kader des LASK gibt weit mehr her  als es der derzeitige Tabellenplatz aussagt“, ist Rapid-Trainer Peter Stöer trotz nur zwei LASK-Siegen und einem Unentschieden in neun Runden überzeugt, „dass Kühbauer Trainer ist, macht die ganze Sache für uns noch schwieriger!“ Stögers Ansicht wird auch dadurch betätigt, dass von Rapid nur ein Legionär, nämlich Bendegüz Bolla mit Ungarn, zuletzt in der WM-Qualifikation spielte, beim LASK hingegen zwei. Innenverteidiger Andres Andrade kann mit Panama nach zwei Siegen auf ein WM-Ticket hoffen, Valon Berisha war beim Sensationssieg des Kosovo in Schweden unter Franco Foda dabei. Dessen Vertrag als Teamchef wurde danach um zwei Jahre bis 2027 verlängert, ebenso der seiner Assistenten Robert Ibertsberger, Atdhe Nuhiu und Thomas Kristl.

Das Duell zwischen Stöger und Kuhbauer gab es in dieser Saison bereits einmal. Vor zwei Monaten in der vierten Runde, als Rapid durch zwei Tore von Nikolaus Wurmbrand in Wolfsberg 2:1 (2:0) gewann, aber im Finish wackelte: „Didi weiß, was notwendig ist, um uns Schwierigkeiten zu bereiten“, meinte Stöger. Rapids letzter Heimsieg gegen den LASK, das 3:0 im Finale des Play-offs um einen Euopacupplatz, war der erste  nach zwei neun sieglosen Duellen mit fünf Unentschieden und vier Niederlagen. Stöger hat in seiner Spielerkarriere eine kurze LASK-Vergangenheit, wechselte nach einem Krach bei Rapid im Winter 1998 nach Linz, bestritt für den LASK 32 Bundesligaspiele, erzielte  fünf Tore. Stöger weiß, dass Rapid nach vier sieglosen Spielen, drei Niederlagen hintereinander gegen Austria, Lech Posen und Red Bull Salzburg liefern muss. Zunächst gegen den LASK, dann Donnerstag in der Confrence League daheim gegen Fiorentina. Ein Stöger-Assistent wird die in der Serie A bis jetzt in sechs Runden noch sieglose Mannschaft aus Florenz Sonntag in Mailand gegen Milan beobachten.

Tabellenführer Sturm Graz gastiert Sonntag bei Blau Weiß Linz. Gegen die Linzer kassierte der Meister noch keine Niederlage, gewann fünf der sechs Spiele. Aber diesmal spielt Blau Weiß erstmals mit zwei Schützenkönigen, mit Ronivaldo und Shon Weissman, gegen den Meister.

 

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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