Fußball

Bosnjak oder hat Rapid noch einen wie Ljubicic im Talon?

Rapids Mittelfeldhoffnung Dejan Ljubicic gilt zu Recht als einer der Senkrechtstarter in der Saison. Zunächst Kooperationsspieler unter Roman Mählich beim SC Wr.Neustadt, zur sechsten Runde vom Tabellenführer der Ersten Division, mit dem er in sieben Spielen sechs Siege feierte,  nach Hütteldorf zurückbeordert, am 26. August beim 1:0 gegen den LASK, dem ersten Rapid-Heimsieg in dieser Saison,  noch als 19jähriger debütiert. Seither stand er in allen Partien in der Startelf, ist in der Bundesliga noch unbesiegt.  Mit ihm verlor Rapid keine der fünf Partien, er erzielte beim 2:2 in Salzburg gegen den Doublegewinner sein erstes Meisterschaftstor. Den Vornamen Dejan verdankt Ljubicic (oben rechts) der Tatsache, dass sein Vater Zoran schon ein Riesenfan von einem berühmtesten Rapid-Legionäre war, als der noch gar nicht in Grün-Weiß spielte, nämlich von Dejan Savicevic.

Dienstag feierte Ljubicic, inzwischen seit Sonntag 20 Jahre jung, sein Debüt in Österreichs U21. Teamchef Werner Gregoritsch setzte ihn im zweiten Auswärtsspiel dieser EM-Qualifikation, beim so wichtigen 5:0 (0:0)-Kantersieg in Erewan gegen Armenien, im Abwehrzentrum ein. Da spielte Ljubicic so solide wie bei Rapid im Mittelfeld, gefiel Gregoritsch sehr gut: „Ein sehr guter Kicker und hochanständiger Charakter, ein Hochkaräter.“ Jetzt wird Ljubicic, wenn ihm bis dahin nichts passiert, auch im nächsten Match der U21 dabei sein: Beim Schlager gegen Tabellenführer Serbien am 10. November in der  Südstadt. Für ihn wegen seiner Wurzeln sicher ein emotionales Spiel.

Ljubicic war letzte Saison Kapitän der zweiten Rapid-Mannschaft in der Regionalliga Ost. Sein Nachfolger in dieser Funktion gilt auch als Geheimtipp für den Sprung in die erste Mannschaft: Denis Bosnjak (oben links), ebenso ein zentraler Mittelfeldspieler wie Ljubicic, mit 1,86 Meter gleich groß wie er, mit 20 Jahren genauso alt. Und  gleich ehrgeizig. Aber ihn hält man bei Rapid sozusagen noch im Talon. Die  zweite Mannschaft ist mit ihrem Trainer, Ex-Teamspieler  Muhammet Akagündüz, der zur letzten grün-weißen Mannschaft gehörte, die vor zwölf Jahren in der Champions League spielte, derzeit am Erfolgskurs unterwegs: Acht Runden lang ungeschlagen, Vorstoss auf Rang vier. Bosnjak war immer dabei, kam auf zwei Tore und drei Assists. Er hat dort die besten Fitness-Werte, gilt als Lauf.und Kampfmaschine. Drei Angebote aus der Ersten Liga lehnte er bereits letzten Sommer ab. Das grün-weiße Eigengewächs, das wie der zu Ajax Amsterdam gewechselte Max Wöber im Rapid-Schulmodell erfolgreich die Matura absolvierte, will es bei einem Stammklub  in den Profikader schaffen. Wenn Sportchef Fredy Bickel und Trainer Goran Djuricin dazu ja sagen, würde sich Bosnjaks Herzenswunsch erfüllen. Aber vorerst ist er noch in der Warteschleife. Mit der Rückkehr von Thanos Petsos als Leihgabe von Werder Bremen gab´s ein neues Hindernis am Weg hinauf.

Einer, der ihm gute Referenzen ausstellt, ist Rapids Ex-Trainer Zoran Barisic. Als „Zoki“ noch in Amt und Würden war, hatte er beide auf seinem  Zukunftsradar. Fußballerisch sieht er zwischen beiden keine großen Unterschiede, den sechs Monate jüngeren Ljubicic betrachtet er  als mental stärker. Darum zählte er  jetzt schon bei Rapid zur ersten Wahl. Aber Barisic traut auch Bosnjak zu, dies zu schaffen, wenn man ihm das Vertrauen schenkt. Also heißt´s nicht nachgeben, weiter dran bleiben, in der Regionalliga Ost aufzeigen.

 

 

Foto: © FOTObyHOFER/CHRISTIAN HOFER.

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