Fußball

Fünf für England: Die Jagd auf Real Madrid

Seit sechs Jahren, seit dem glücklichen Finalsieg von Chelsea im Elferschießen gegen Bayern in München, wartet die englische Premier League auf einen Triumph in der Champions League. Diesmal scheinen die Chancen größer als in den letzten Jahren zu sein. Stehen doch im Achtelfinale, das  Dienstag mit Juventus Turin-Tottenham, dem Duell zwischen dem 40jährigen Tormannoldie Gianluigi Buffon und  Toptorjäger Harry Kane, und FC Basel-Manchester City beginnt, Mittwoch mit dem Knaller Real Madrid-Paris St. Germain fortgesetzt und an insgesamt acht Tagen ausgetragen wird, fünf englische Mannschaften. Zu Tottenham und Manchester City kommen noch der FC Liverpool mit seinen Offensivstars Mohamed Salah, Roberto Firmino und Ex-Salzburger Sadio Mane, der schwächelnde Meister Chelsea und Manchester United mit Jose Mourinho. Kann einer der fünf von der Insel die Nachfolge von Real Madrid antreten?

Viele Experten geben dem City-Express von Pep Guardiola die größten Chancen, es erstmals zu schaffen. Als Trainer des FC Barcelona war es Guardiola bereits zweimal gelungen. Aber seit 2011 wartet er vergeblich auf sein Champions League-Triple. Mit Bayern war er nie ins Endspiel gekommen,  In der Rangliste der teuersten Teams der Champions League (siehe oben) kommt zwar Manchester City erst auf Rang drei hinter Paris St. Germain und dem Stadtrivalen, aber mit welcher Power, Präzision, Übersicht, Passqualität, Abschlusskälte und Zweikampfstärke der überlegene Tabellenführer national allen davonlief, ist schon mehr als beeindruckend. Mega-beeindruckend. Aleksandar Dragovic und Christian Fuchs bemerkten dies  letzten Samstag im Etihad-Stadium bei der 1:5-Abfuhr. Guardiola verstärkte den Luxuskader  im Winter noch mit dem französischen Innenverteidiger Aymric Laporte, kann alle Feldspieler nahezu adäquat ersetzen. Mit einer Ausnahme: Das ist der belgische Antreiber  Kevin de Bruyne, derzeit definitiv der beste Spieler der Premier League.

Der Schweizer Meister FC Basel wird den Aufstieg des City-Express nicht verhindern können. Was auch Österreichs Meister Red Bull Salzburg freuen dürfte: Damit kann dir Schweiz in der Fünfjahres-Wertung Österreich nicht überholen, nicht dem rot-weiß-roten Mester den fixen Startpkatz in der übernächsten Champions League wegnehmen. Basel ist das Team mit dem geringsten Marktwert im Achtelfinale, das Spielerpersonal wird auf knapp über 50 Millionen Euro taxiert. Ist damit weitaus billiger als City deutscher Flügelflitzer Leroy Sane mit einem Marktwert von 75 Millionen. Sane und der Brasilianer Gabriel Jesus fehlen verletzt, aber das ist für Guardiola eine zu verkraftende Schwächung.

Weitaus offener ist das Match in Turin: Nicht nur für Buffon, sondern auch für den 36jährigen Andrea Barzagli und den 33jährigen Giorgio Chiellini ist es nach den verlorenen Endspielen von 2015 und 2017 die letzte Chance auf den großen Erfolg in der Champions League. In der Gruppenphase stelle Juventus mit nur sieben Toren den schwächsten Angriff der Achtelfinalisten. Paulo Dybala, der schon als neuer Messi, gehandelt wurde, erzielte  kein Tor, fehlt wegen einer Muskelverletzung. Tottenhams Prunkstück ist der Angriff mit Kane, dem Südkoreaner Heung-Min Son und Dele Alli. Dazu ist der dänische Regisseur Christian Eriksen in Galaform. Tottenham gewann seine Gruppe vor Titelverteidiger Real Madrid. Trainer Mauricio Pochettino findet seine Mannschaft reif für fantastische Dinge.

 

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