Fußball

Rapid steht in Bringschuld! Eintracht Frankfurt denkt über Louis Schaub nach

Der 30. April 2017 sollte sich für Rapid und seinen Trainer Goran Djuricin am 13. August besser nicht wiederholen. Denn vor dreieinhalb Monaten verlor Grün-Weiß in der Südstadt gegen Admira nach einer 2:1-Pausenführung durch einen Last-Minute-Fersler von Christoph Monschein noch 2:3, wodurch sich damals das Abstiegsgespenst in Hütteldorf breit gemacht hatte. Monschein kann Rapid Sonntag nicht mehr schaden, da er zur Austria wechselte. Zuvor verhandelte auch Rapids Sportchef Fredy Bickel mit ihm, winkte aber nach den finanziellen Forderungen ab.

Rapid verschenkte in den ersten zwei Heimspielen jeweils eine 2:0-Führung. Beim ersten Mal folgte als Reaktion ein 4:1  in St. Pölten, jetzt erwarten die Fans nach dem Selbstfaller im Derby gegen Austria den zweiten Auswärtssieg! Rapid steht also in der Bringschuld. Etwa, zum ersten Mal in der Saison „zu null“ zu spielen. Dass dies bisher nicht gelang, könnte auch mit dem Ausfall von Christoph Dibon zusammenhängen. Die Djuricin-Meinung, dass auch Topteams nach dem erste Verlusttor zu wackeln beginnen, mag schon stimmen. Nur lassen die dann in der Regel trotzdem das Match nicht mehr kippen. Aber das sind eben Topteams. Djuricin sieht Rapids Problem vor allem in der mangelnden  Effizienz, der schlechten Chancenverwertung. Das Personal, das dabei sündigte, kann aber vorerst nicht groß verändert werden. Djuricin sah Freitag Abend mit eigenem Augen am Trainingsplatz des Allianz-Staions den ersten Comebackversuch von Giorgi Kvilitaia und Ivan Mocinic, den zweiten von Philipp Schobesberger bei der zweiten Mannschaft in der Regionalliga Ost. Beim 3:6 gegen Aufsteiger Bruck/Leitha zeigte sich nur, was eigentlich Realisten klar war: Alle brauchen noch einige Zeit.

Die Mannschaft steht in der Bringschuld, die Fans erwarten auch, dass die vielen Kontakte von Bickel, die er  in seinen Job nun einmal haben muss, daher umtriebig hegt und pflegt,  konkrete Ansätze für den gesuchten neuen Stürmer bringen. Treffen mit Jimmy Hoffer, Telefonate zu Altachs Sportchef Georg Zellhofer wegen Kameruns Teamstürmer Nicolas Ngmaleu, Kontakte via Ex-Rapidler Sammy Ipoua zur Akademie von Paris St. Germain, alles schön und gut. Ipoua nannte die Namen der Venezuela-Stürmer Sergio Cordova und Jhonder Cadiz, die mit 20 und 22 Potenzial für die Zukunft hätten. Sie landeten in der deutschen Bundesliga bei Augsburg und  in der Meisterschaft  von Europameister Portugal bei Aufsteiger Moreinense. Welche Atout hat Bickel noch in seinem Ärmel?

Indes droht Rapid eine neue Gefahr: Eintracht Frankfurt ist auf der Suche nach einem Kreativspieler. Da der mexikanische Regisseur Marco Fabian zumindest zwei Monate wegen Rückenproblemen ausfällt. In Belgien wurden die Eintracht-Scouts bei der Suche nach einem Ersatz nicht fündig. Jetzt denkt Trainer Niko Kovac über Louis Schaub nach, der ihm noch aus seiner Salzburg-Zeit her ein Begriff ist. Der Name Schaub ist in Frankfurt mit vielen Emotionen verbunden: Papa Fred erzielte am 21. Mai 1980 als Mitspieler von Bruno Pezzey  das Siegestor für die Eintracht zum UEFA-Cup-Sieg gegen Mönchengladbach. Vier Minuten nach seiner Einwechslung traf der damals 19jährige per Kopf. Dort zu spielen, wo auch ein Vater umjubelt und gefeiert wurde, bezeichnete Louis schon immer als eine Option, die ihm sehr gefallen würde.

 

Foto: © FOTObyHOFER/CHRISTIAN HOFER.

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