Drittes Spiel von Oliver Glasner in seiner erfolgreichen Trainerära mit Crystal Palace im ausverkauften Wembley-Stadion nach dem 3:0 im Semifinale des FA-Cups gegen Aston Villa am 26, April und dem 1:0-Triumph im Endspiel gegen Manchester City am 17.Mai am Sonntag um den Community Shield gegen Meister FC Liverpool: Gewinnt Glasner mit den Londoner Traditionsklub, der nach dem ersten Titel der Vereinsgeschichte erstmals die Saison gegen den Meister eröffnet, auch sein drittes Match in Wembley, dann wäre das ein Wunder. Weil es ein völlig ungleiches Duell ist. Kein Klub gab in Europa bisher so viel Geld aus wie Liverpool mit 324 Millionen Euro. Crystal Palace investierte bisher nur 2,5 Millionen in den kroatische Linksverteidiger Borna Sosa, der von Ajax Amsterdam kam. Vor zwei Wochen wünschte sich Glasner im Trainingslager Windischgarsten mehr Offensive von Crystal Palace am Transfermakt. Es tat sich aber nichts.
Der US-Millardär John W. Henry, Boss der Fenway Sports Group, die den FC Liverpool, gab grünes Licht für die Transfer-Offensive, die ein Statement bedeuten soll, in England die dominante Größe zu bleiben, die Champions League zu gewinnen. 140 Millionen kostete der deutsche Jungstar Florian Wirtz, 95 Eintracht Frankfurt-Stürmer Hugo Ekitike, 47 Millionen der neue ungarische Linksverteidiger Milos Kerkez von Bournemouth, ein ehemaliger Rapid-Nachwuchsspieler, 40 Millionen Rechtsverteidiger Jeremie Frimpong, der wie Wirtz von Leverkusen kam und den zu Real Madrid gewechselten Trent Alexander Arnold ersetzen soll. Wirtz wird als Spielmacher gesetzt sein, Kerkez dürfte den schottischen Routinier Andy Robertson verdrängen. Liverpools Einkaufstour ist noch nicht vorbei: Ein Innenverteidiger muss noch her. Favorit ist mit Marc Guehi ein Spieler von Glasner. Dazu wird ein Ersatz für den zu Bayern München gewechselten Lnksaußen Luis Diaz gesucht.
Für Crystal Palace spricht eigentlich nur, zum Unterschied von Liverpool eine eingespielte Mannschaft zu haben. „Wir werden uns so wie bisher in Wembley wieder mutig präsentieren“, versprach Glasner. Für Crystal Palace wird auch Montag ein ganz wichtiger Tag: Da entscheidet der Internationae Sportgerichtshof in Lausanne, ob Crystal Palace in der Europa League spielen wird, wie es Englands Cupsieger zustehen würde, oder wie von der UEFA bestimmt in die Conference League muss, weil US-Besitzer John Textor auch Anteile an Olympique Lyon, die er inzwischen verkaufte, besaß. Zwei Vereine, die den gleichen Besitzer haben, dürften nicht in einem Bewerb spielen. Lyon war in der Ligue 1 besser platziert als Crystal Palace in der Premier League – daher die Entscheidung der UEFA.
Samstag gab es in England einen Mega-Transfer um einen Ex-Salzburger: Der slowenische Torjäger Benjamin Sesko wechselte für 85 Millionen Ablöse von RB Leipzig zu Manchester United. Red Bull Salzburg wird sicher am Weiterverkauf beteiligt sein, also bringt der Sesko-Deal Österreichs Vizemeister Millionen. Für Sesko musste bei Manchester United der ehemalige Sturm-Legionär Rasmus Höjlund Platz machen: Er soll in die italienische Serie A zu Milan übersiedeln. Auch nicht schlecht
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