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Grillitsch-Tor: Neun Österreicher hoffen auf Istanbul oder Leipzig

Am 20. und 27. Mai finden in Istanbul und Leipzig die Endspiele der Europa und Conference-League statt. Insgesamt neun Österreicher sind noch am Weg dorthin: Zwei in der Europa League, sieben in der Conference League. Den Anfang machte Mittwoch Florian Grillitsch, der mit Sporting Braga, dem Vierten der portugiesischen  Liga das Heimspiel im Europa-League-Viertelfinale gegen Betis Sevilla, den Fünften der spanischen Liga La Liga, im „Felsenstadion“ Municipal, über ein 1:1 (1:0) nicht hinauskam. Grillitsch bot eine gute Leistung, brachte Braga schon nach fünf Minuten in Führung. Einen Eckball zur vorderen Stange verlängerte er mit der Ferse über die Linie.

Donnerstagabend empfängt Philipp Lienhart mit Freiburg Celta da Vigo, den Sechsten der La Liga. Es ist das erste Viertelfinale in der Klubgeschichte von Freiburg, erreicht durch einen 5:1-Heimsieg gegen Genk nach einem 0:1 in Belgien. Der Gegner aus Galicien hatte in dieser Saison zweieinhalb Wochen vor Weihnachten sein herausragendes Resultat, als im Bernabeu-Stadion gegen Real Madrid durch zwei Tore des 22 jährigen Schweden Williot Swedberg besiegt wurde. Celta bewies auch im Achtelfinale mit dem 2:0 bei Olympique Lyon seine Auswärtsstärke, in der Gruppenphase mit dem 3:0 bei Kroatiens Meister Dinamo Zagreb und dem 1:1 bei Serbiens Meister Roter Stern Belgrad. Eine große Herausforderung für Lienhart.

Auch für Mainz wird es das erste Viertelfinale in einem europäischen Bewerb. Als der 60 jährige Urs Fischer die Mainzer im Dezember übernahm, waren sie mit nur einem Sieg in 13 Runden Letzter, galten als akut abstiegsgefährdet. In der Ära des Schweizer Trainers gelang in vier Monaten oder 14 Runden der Vorstoß auf Platz neun, zwölf Punkte vom Abstiegsplatz entfernt. In der Conference League schalteten Stefan Posch, Philipp Mwene und Niklas Veratschnig im Achtelfinale den tschechischen Klub Sigma Olmütz mit 0:0 und 2:0 aus,  die kommende Hürde ist mit  Racing Straßburg der Siebente der französischen Ligue 1, Partnerklub von Chelsea. Anfang Jänner wechselte Trainer Liam Rosenior von Straßburg nach London zu den „Blues“, wurde Nachfolger von Enzo Mareeca. Auf ihn folgte im Elsass der Engländer Gary O´Neil.  Talente, die es bei Chelsea noch nicht in den Kader schafften, bekommen in Straßburg Spielpraxis. Wie der 20 jährige belgische Torhüter Mike Penders oder der 20 jährige Argentinier Joaquin Panichelli, der mit 16 Toren die französische Schützenliste anführt,  zuletzt einen Kreuzbandriss erlitt. Bei Straßburg spiel auch einer mit Sturm Graz-Vergangenheit: Emanuel Emegha, seit November holländischer Teamstürmer, wurde 2023 um 13 Millionen Euro an Straßburg verkauft. Im Sommer soll er zu Chelsea wechseln.

Racing Straßburg bezwang in der Gruppenphase im Stadion Le Mainau Crystal Palace, die Mannschaft von Oliver Glasner, 2:1. Es ist kein Geheimnis, dass sich Glasner mit seinen Landsleuten Michael Angerschmid, Ronald Brunmaier und Emanuel Pogatetz als Conference League-Sieger von den „Eagles“ verabschieden will. Dazu müssen gegen Fiorentina im Viertelfinale bessere Leistungen gelingen als im Achtelfinale gegen AEK Larnaca beim 0:0 im Selhurst Park und 2:1 auf Zypern nach Verlängerung. Fiorentina ist in der Serie A nur 15., Glasner beobachtete am Wochenende den 1:0-Auswärtssieg gegen Hellas Verona, in der Gruppenphase besiegte Fiorentina in Hütteldorf Rapid 3:0 mit einem Tor von Edin Dzeko. Im Winter wechselte der Bosnier in die zweite deutsche Liga zu Schalke. Im Tor von Fiorentina spielt der Däne Oliver Christensen, im Herbst noch Leihgabe bei Sturm Graz.  Der kroatische Abwehrspieler Marin Pongracic war von 2017 bis 2020 Legionär bei Red Bull Salzburg, später Spieler von Glasner in seiner Zeit als Wolfsburg-Trainer. Der bekannteste Fiorentina-Star ist der italienische Teamstürmer Moise Kean. Im Herbst gab es, weil es gar nicht gut lief, den Trainerwechsel von Stefano Pioli zu Paolo Vanoli.

Glasner ist auf einen Heimsieg eingestellt, wie er Mittwoch versicherte: „Wir hatten eine starke Trainingswoche!“ Abwehrchef Maurence Lacroix feierte letzte Woche sein Debüt im französischen Team. Das erste Europacup-Viertelfinale in der Geschichte des Londoner Traditionsklubs  wird in Österreich live nur von Canal + übertragen. Alle anderen Partien beider Ligen sind bei Sky Austria zu sehen.

 

Foto: UEFA.

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