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Große Show von Weltmeister Chelsea im Finale: Palmer Weltklasse

Der Sieger der Conference League triumphierte über den Champions League. Darum ist Chelsea der erste Sieger der Klub-Weltmeisterschaft, der im Endspiel vor 70.000 Zuschauern in East Rutherford, darunter US-Präsident Donald Trump, Favorit Paris St. Germain mit 3:0 (3:0) abfertigte. Was Real Madrid im Semifinale gegen Paris passierte, mussten vier Tage später Dembele & Co über sich ergehen lassen. Der 24 jährige Cole Palmer (Bild) war der herausragende Spieler des Finales: Er erzielte in der 22. und 30. Minute mit links die Tore zur 2:0-Führung, gab zwei Minuten vor der Pause den Assist zum 3:0 durch Joao Pedro. Alle Tore fielen über die linke Abwehrseite von Paris, wo Nuno Mendes der schwache Punkt war. Bis zum Finale kassierte Gianni Donnarumma nur ein Tor, von Chelsea drei in 21 Minuten.

Damit wurde es nichts mit dem fünften Titel für Paris St. Germain in dieser Saison, endete die makellose Final-Serie von Trainer Luis Enrique, der zuvor alle seine elf Endspiele gewonnen hatte.  Die Verlierer taten sich schwer, die Niederlage zu akzeptieren, wie Handgreiflichkeiten nach Schusspfiff zeigten. Donnarumma stieß Joao Pedro nieder. Bei den „Blues“ aus London, der jüngsten Mannschaft der WM, sorgen die jahrelangen Investitionen von US-Besitzer Todd Boehly jetzt für Erfolge, Sonntag für den spektakulärsten.  Er gab in den letzten drei Jahren 1,8 Milliarden Euro für neue Spieler aus. 47 Millionen bekam vor zwei Jahren Manchester City für Palmer, Pedro kam zur WM für 60 Millionen von Brighton. Chelsea kassierte bei der WM 105 Millionen!

Während des Aufwärmens der Mannschaften flog Trump mit der Marine One, seinem Hubschrauber, direkt über Stadion. Rund 20 Minuten vor Anpfiff nahm er mit Gattin Melania neben FIFA-Präsident Gianni Infantino Platz. Rechtzeitig zur Eröffnungsshow mit Robbie Williams, der Samstagabend noch im Wiener Happel-Stadion gesungen hatte. Als Trump während der US-Nationalhymne eingeblendet wurde, gab es Applaus. Infantino feierte schon vor dem Endspiel seine Erfindung als Riesenerfolg, sprach vom erfolgreichsten Vereinswettbewerb der Welt, von 2,5 Millionen Zuschauern bei den 63 Spielen (im Schnitt 40.000), die für einen Umsatz von umgerechnet 1,8 Milliarden Euro sorgten. Da muss man geteilter Meinung sein. In der Vorrunde gab es leere Stadien, waren nur die Spiele von Real Madrid wirklich gut besucht. Zudem störte das Wetter: Neun Spiele mussten wegen eines Unwetters oder weil eines drohte, unterbrochen werden, wegen der Hitze bei Mittagsspielen flüchteten die Ersatzspieler in die kühlen Kabinen. Eine Konsequenz für die WM wusste Infantino bereits: Mittagsspiele werden nur in klimatisierten Stadien stattfinden. Wenigstens etwas.

 

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