Viel Ärger für Christian Ilzer, Andreas Schicker und Alexander Prass nach dem 1:5 (1:3) mit Hoffenheim im Spitzenspiel bei Meister und Tabellenführer Bayern München. Denn die Abfuhr hatte einiges mit dem kleinlichen Schiedsrichter Tobias Stieler zu tun. Der lenkte schon nach 20 Minuten das Spiel in Richtung Bayern. Mit einem zweifelhaften Elfmeter und überdies mit einer roten Karte für Verteidiger Kevin Akpougma für ein Foul an Luis Diaz, über das Sky-Experte Didi Hamann sagte: „Ich hätte das nie gepfiffen“. Auch für Ilzer war es „ganz klar keine rote Karte“. Die komische Begründung von Stieler für seine Entscheidung: „Es war keine fußballtypische Aktion!“ Der VAR griff nicht ein. Harry Kane verwandelte den Elfmeter, doch selbst dezimiert hielt Hoffenheim mit, kam zu Chancen, nützte die nicht, glich aber nach einem Fehlpass von Bayerns Torhüter Manuel Neuer durch den Kroaten Andrej Kramaric aus. Doch in der 45. Minute pfiff Stieler nach Foul an Diaz den nächsten Elfer, der weniger umstritten war. Wieder verwandelte Kane, in der zweiten Minute der Nachspielzeit fiel aus einem Konter durch Luis Diaz nach Kane-Vorarbeit das 3:1. Womit das Match entschieden war. Die weiteren zwei Treffer von Diaz waren nur eine Draufgabe. Ilzer: „Wir haben keinen Grund, die Köpfe hängen zu lassen, ich bin stolz auf das Team!“ Hoffenheim blieb Dritter und auf einem Champions League-Platz, dennoch will Interims-Präsident Christoph Hensler Schicker Montag auf der Gesellschafter-Sitzung absetzen. „Dann ist Hoffenheim nicht mehr zu helfen“, kommentierte Hamann die Hoffenheim-Internas, die für Schicker ein „Kasperltheater “ sind.
Gefeiert wurde nach dem ersten Sonntag-Spiel Christoph Baumgartner (Bild) als Vater des 2:1 (1:0) von RB Leipzig beim 1. FC Köln, das die „Bullen“ wieder auf Rang vier, der die Champions League-Qualifikation bedeutet, brachte. Baumgartner entschied mit seinen Saisontoren sieben und acht das Spiel. Erzielte per Kopf nach einem Freistoss, bei dem Landmann Xaver Schlager Baumgartners Gegenspieler blockte, die Führung und rasch nach dem Ausgleich den entscheidenden Treffer. Er nahm einen Schlager-Pass mit dem Rücken zum Tor an, traf dann aus der Drehung genau ins kurze Eck. Letzte Runde saß Baumgartner bei der 1:2-Heimniederlage gegen Mainz gesperrt auf der Tribüne, Sonntag zeigte sich einmal mehr, wie viel er für Leipzig bedeutet: „Er bringt Energie, auf ihn ist immer Verlass“, lobte Trainer Ole Werner.
Auf diesen Baumgartner setzt Leipzig auch Mittwoch im Pokalschlager gegen Bayern in München. Der allerdings verschoben werden könnte, da es an diesem Tag der Münchener Lokalverkehr durch einen Streik lahmgelegt ist.
Foto: RB Leipzig.