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Hartberg denkt anders als Austria und WSG Tirol

Die Wiener Austria, Hartberg und  WSG Tirol meldeten Neuzugänge. Nur einer ist Österreicher: Verteidiger Magnus Dalpiaz (Bild), den Hartberg von Bayern München auslieh. Der 19-jährige Tiroler, der Sohn des früheren österreichischen Eishockeyteam-Torhüters, spielte im letzten Herbst in Bayerns zweiter Mannschaft, im Frühjahr beim Nachwuchs von Milan. Jetzt ist er zur Freude von Hartbergs Trainer Markus Schopp in der Steiermark. Er bekam einen Spieler von Österreichs U 19 neu in den Kader. Sein Kollege bei der Wiener Austria, Stephan Helm, hingen einen ehemaligen deutschen U 19-Teamstürmer, dem in Wien ein Neustart gelingen soll.

Denn der 23-jährige Julian Hettwer hat eine verpatzte Saison hinter sich: Mit Fortuna Düsseldorf aus der zweiten Liga abgestiegen, wegen einer Meniskusverletzung nur sieben Einsätze über gesamt 121 Minuten, kein Tor erzielt. Vor Düsseldorf war er in der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund, bei der ihm in 62 Partien 21 Treffer gelangen. Austrias Sportvorstand Tomas Zorn ist sicher, dass der ablösefreie Hettwer Dynamik und Tempo mitbringt, flexibel einsetzbar ist. Keine Ablöse musste auch WSG Tirol für den 20-jährigen amerikanischen Innenverteidiger Drew Murray zahlen. Der 1,88 Meter große Murray war letzte Saison von Freiburg, wo er nur in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kam, an den Traditionsklub Rot-Weiß-Oberhausen verliehen, der in der Regionalliga West, der vierten Leistungsstufe,  Zweiter wurde. Dort stand Murray 24-mal in der Startelf. So wie Zorn ist auch Tirols Manager Stefan Köck von einem guten Griff überzeugt: „Murray bringt das mit, was wir für unsere Defensive brauchen. Ein präzises, vertikales Aufbauspiel,  Zweikampfstärke und Schnelligkeit. Er ist ein Mensch mit klaren Ambitionen, wird ein unangenehmer Gegner sein!“

Bei Altach gab es eine vorzeitige Vertragsverlängerung mit dem im Jänner geholten Trainer Ognjen Zaric, der Altach ins Cupfinale führte. Bei Sturm Graz gibt es hingegen Abschiede: Von Dimitri Lavalle und Emir Karic. Der belgische Defensivspieler war mit den „Blackies“ zweimal Meister und einmal Cupsieger, zuletzt nach einem Kreuzbandriss außer Gefecht. Sturm hätte den 29-jährigen gerne behalten, doch der entschied sich für eine neue Herausforderung in seiner Heimat, die wahrscheinlich Standard Lüttich heißt. Linksverteidiger Karic , vor zwei Jahren vom deutschen Absteiger Darmstadt gekommen, wechselt in die nordamerikanische Major Soccer League zu Kansas City. Dort bekommt er sicher einen lukrativeren Vertrag als in Gaz. Mit Innenverteidiger Emanuel Aiwu, auf den Trainer Fabio Ingolitsch keinen Wert mehr legt, wird eine Lösung gesucht. Sein Vertrag läuft noch ein Jahr. Gegangen ist auch der  im Jänner von Leverkusen  zu Sturm gewechselte technische Direktor Benjamin Schunk. Das lässt darauf schließen, dass die Chemie mit Sportvorstand Michael Parensen nicht stimmte.

 

Foto: TSV Hartberg.

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