Fußball

Hartberg ist für Rapid die Erinnerung an späte Tore und ein Debakel

Gegen Wolfsberg feierte Rapid letzten Sonntag nach zwei Unentschieden den ersten Saisonsieg. Mittwoch soll Hartberg für Grün-Weiß im Kampf um den internationalen Startplatz zum „neuen“Wolfsberg“ avancieren. Der Unterschied: Nicht in Hütteldorf, sondern im Osten der Steiermark. Bisher gab es in dieser Saison so wie bis Sonntag gegen Wolfsberg noch keinen Sieg gegen die Mannschaft von Markus Schopp, der trotz Niederlage im steirischen Derby gegen Sturm Hartberg auf einem „sehr guten Weg“ sieht. Rapid brauchte sogar zweimal Glück, um nicht zwei Niederlagen zu kassieren: Beim 3:3 im Allianz-Stadion gelang Kapitän Stefan Schwab erst in der 96.Minute der Ausgleich, beim 2:2 in Hartberg im März Winterkauf Ercan Kara mit seinem ersten Bundesligator nach 93 Minuten. Hartberg bedeutet für Trainer Didi Kühbauer auch die Erinnerung an ein 0:3 (0:2)-Debakel im zweiten Bundesligaspiel seiner Ära im Oktober 2018. Da führte der damalige Aufsteiger bereits nach 17 Minuten 2:0.

Aber die Zeiten haben sich geändert: „Wir schießen mehr Tore als letzte Saison und lassen weniger zu“, bilanziert Kühbauer zufrieden. Also traut er der Mannschaften trotz acht Ausfällen zu, Platz zwei abzusichern, sechs Punkte Vorsprung auf Wolfsberg und sieben auf den LASK zu verteidigen. Seit der letzten Heimniederlage im Oktober gegen St.Pölten blieb Rapid in 12 der 13 Runden ungeschlagen, holte in der Zeit drei Punkte mehr als Red Bull Salzburg, das Maß aller Dinge. Das macht Hoffnung. In Hartberg ist Kapitän Stefan Schwab, der Sonntag neben den Verletzten Mario Sonnleitner und Thomas Murg auf der leeren Tribüne sass (Bild oben) nach der Sperre wieder dabei, trotzdem wird Kühbauer möglicherweise den 19.Spieler in der Startelf seit dem Neustart bringen. Falls er als Ersatz für den gesperrten Dejan Ljubicic Youngster Dalibor Velimirovic den Vorzug gegenüber Routinier Stephan Auer gibt. Zum Comeback von Matteo Barac wird es doch noch nicht kommen. Schopp sieht trotz der bisherigen Resultate kein Duell auf Augenhöhe: „Wir können uns nicht mit Mannschaften von der Größenordnung Rapids vergleichen, ich habe auch nicht die Möglichkeiten wie andere Trainer“. Auch nicht wie Kühbauer, was Qualität und Größe des Kaders betrifft: „Bei so manchem Wechsel oder Austausch krieg´ich schon etwas Bauchweh!“ 30 Tore fielen bisher in dern sechs Bundesligaduellen zwischen Hartberg und Rapid, im Schnitt fünf pro Spiel. Folgt Mittwoch das nächste Spektakel?

Beim Doppel zwischen Wolfsberg und Salzburg könnte es Mittwoch und Sonntag eine Vorentscheidung im Kampf um die Torjägerkrone geben, da die ersten zwei der Schützenliste aufeinandertreffen: Shon Weissman gegen Patson Daka. 46 Tore erzielten sie bisher zusammen 24 gehen auf das Konto von Weissman, 22 auf das von Daka, dem bisher noch kein Treffer gegen die Kärntner gelang. Weissman traf gegen Salzburg bisher einmal. Salzburg gewann im Grunddurchgang gegen Wolfsberg 5:2 und 3:0 sechs der acht Tore erzielte der im Winter nach Dortmund abgewanderte Erling Haaland. Bisher konnten Daka den Abgang vergessen machen. Kein Thema mehr ist bis Saisonende der französische Mittelfeldspieler Antoine Bernede. Für den ist es ein verpatztes Jahr: Im Herbst der Schienbeinbruch, jetzt eine Knöcheloperation, die nichts mit der vorigen Verletzung zu tun hat.

 

Foto: © FOTObyHOFER/Christian Hofer.

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