Fußball

Hartberg macht den Anfang: 20 Prozent Gehaltsverzicht!

Fußballer gehören zu einer besonderes privilegierten Berufsgruppe, für die es eine Selbstverständlichkeit sein muss, ihren Betrag zu leisten, wenn Not herrscht. So begründete Manuel Neuer, der Kapitän von  Bayern München, den Verzicht der Speiler des deutschen Meisters auf einen 20 Prozent ihres Gehalts, während der Corona-Pause. Mittwoch dachten die Spieler von Union Berlin genau so: „Uns war rasch klar, dass wir in dieser Situation gefordert sind“, erklärte der österreichische Union-Kapitän, Christopher Trimmel, In Österreichs Bundesliga setzte sich diese Erkenntnis offenbar auch bei schon bei einer Mannschaft durch, bei Hartberg.  Dort bestand Mittwoch Abend so gut wie Einigkeit, dass sowohl das fünfköpfige Trainerteam mit Chef Markus Schopp (Bild oben) sowie den Assistenten Jürgen Säumel, Danijel Zenkovic, Alex Kontra und Zoltan Varga sowie die Mannschaft  auf 20 Prozent ihres Gehalts verzichten. Sogar des Nettoverdiensts.. Damit ist Hartberg mindestens ebenso vorbildlich wie am grünen Rasen mit der überraschenden Qualifikation zur Meistergruppe.

Nicht eine Spitzenmannschaft, sondern Hartberg, ein Klub mit Personalkosten von nur knapp 2,8 Millionen Euro im vergangenen Geschäftsjahr, übernahm die Vorreiterrolle. Dazu muss man sicher noch mehr gratulieren als zur Tatsache, schon in 22 Runden den Klassenerhalt geschafft zu haben. Das verdient einen Riesenrespekt, damit ist Hartberg bereits Ende März so etwas wie eine Mannschaft des Jahres.  Für Spieler, die sicher um einiges weniger verdienen als die von Red Bull Salzburg, LASK, Rapid, Sturm Graz, Austria oder Wolfsberg und die Trainer. Die Bayern-Stars und  die Hartberg-Crew verzichten auf je 20 Prozent des Gehalts. Für wen dies,das größere Opfer bedeutet, braucht man wohl nicht zu überlegen.

Trotzdem kam es zwischen Obmann Erich Korherr und dem Spielerrat  (Kapitän Michael Huber, Dario Tadic, Tormann Rene Swette, Christoph Kröpfl und Siegfried Rasswalder ) unter juristischer Hilfe von Wolfgang Rebernig zu einer Einigung. Davor muss man den Hut ziehen. Wäre nur zu wünschen, dass auch bald andere dem Hartberger Beispiel folgen. Etwa die mit Personalkosten in zweistelliger Millionenhöhe!

Foto: © FOTObyHOFER/CHRISTIAN HOFER.

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