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Höchster Finalsieg aller Zeiten: Paris wie im Rausch! Auch Bruder von Ex-Rapidler traf

Im 17. Anlauf gelang Frankreich Meister Paris St. Germain der erste Triumph in der Champions League. Gleich mit dem höchsten Finalsieg, mit 5:0 (2:0) gegen Inter Mailand in der Münchener Allianz-Arena. Paris war wie im Rausch: Hohes Tempo, viel Technik, viel Klasse. Inter war dem von Anfang an nicht gewachsen, kassierte erstmals seit 22 Jahren in der Königsklasse fünf Tore. Damals von Arsenal. Schon nach 20 Minuten führte PSG 2:0. Das schaffte zuvor keine Mannschaft in einem Endspiel der Champions League. Laut Insidern kostet diese Mannschaft nur ein Drittel von der früheren mit den Superstars Lionel Messi, Neymar und Kylian Mbappe. Jetzt hat Präsident Naser Al.Khelaifi  sein Ziel erreicht. Den historischen Sieg holte eine Mannschaft ohne klaren Superstar.

Im Finale war es Desire Doue drei Tage vor seinem 20. Geburtstag. Paris holte ihn vor der Saison für 50 Millionen Euro aus Rennes. In früheren Pariser Zeiten hätte man die Summe eher als mickrig betrachtet. Bayern München bemühte sich auch um Doue, doch der sagte ab. Im Stadion des deutschen Meisters machte sich Doue unsterblich. Das Supertalent legte das erste Tor vor, erzielte das 2:0 und 3:0 selbst. Die Aktion zur Führung hätte vor Jahrzehnten beim Stadthallenturnier von der Einsergarnitur der Austria-Hallenkönige sein können:Vitinha steckte auf Doue durch, der quer an den kleinen Strafraum auf Achraf Hakimi spielte.  Der Marokkaner mit Dortmund-Vergangenheit erzielte in München unbedrängt das 1:0. Statt zu jubeln, hob er fast entschuldigend die Arme. Weil er 2021 mit Inter Meister wurde, anschließen für 68 Millionen Euro nach Paris wechselte. Pech für Inter, das beim 2:0 Federico Di Marco den Schuss von Doue nach Vorarbeit von Dembele noch unhaltbar für Tormann Yann Sommer abfälschte.

Zwischen der 63. und 86. Minute wurde der Rekordsieg fixiert. Für das letzte Tor sorgte der jüngere Bruder des Ex-Rapidler Fally Mayulu, der im Frühjahr bei Meister Sturm Graz monatelang verletzt war: Der 19 jährige Senny Mayulu erzielte bei seinem dritten Joker-Eisatz in der Königsklasse sein erstes Tor. Damit löste er Doue als jüngster Torschütze in einem Champions League-Finale ab. Marko Arnautovic zählt nicht zu den fünf Inter-Spieern, die eingewechselt wurden. Paris-Trainer Luis Enrique ist der sechste, der mit zwei verschiedenen Klubs die Champions League gewann. Zu denen zählen auch Ernst Happel, Jose Mourinho, Pep Guardiola und Jupp Heynckes. Enrique schaffte es mit Barcelona 2015 in Berlin (mit Messi und Neymar 3:1 gegen Juventus) und Paris St. Germain. Er und Guardiola sind die einzigen Trainer, die mit verschiedenen Vereinen das Triple holten. Enrique mit Barcelona und Paris St. Germain, Guardiola mit Barcelona und Manchester City. Paris St. Germain ist erst der zweite französische Champions League-Gewinner. Der erste war Olympique Marseille 1993 ebenfalls in München mit 1:0 gegen die andere Mailänder Mannschaft Milan, noch im alten Olympiastadion.

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