Die 1:5-Abfuhr bei Bayern München warf Hoffenheim nicht aus der Spur: Nach den vorerst beigelegten internen Querelen, der Bestätigung von Sportvorstand Andreas Schicker, konnte sich der Steirer gemeinsam mit seinem Trainer Christian Ilzer gemeinsam über einen neuen Hoffenheim-Rekord freuen: Das 3:0 (0:0) gegen den SC Freiburg bedeutete den achten Heimsieg hintereinander, was Hoffenheim in der Bundesliga zuvor nie gelang. Damit wurde auch die Negativserie gegen Freiburg (neun Spiele ohne Sieg) eindrucksvoll beendet. Zum sechsten Mal in dieser Saison kassierte Tormann Oliver Baumann kein Tor. Damit verteidigte Hoffenheim Rang drei, hat im Kampf um die Champions League-Plätze weiterhin drei Punkte mehr als der VfB Stuttgart (3:1 gegen den 1. FC Köln) und sechs mehr als Leverkusen (4:0 gegen St.Pauli).
„Wir haben das Lob, das wir trotz des Debakels in München erhielten, gut verarbeitet, den Fuß nicht vom Gaspedal genommen“, stellte Ilzer zufrieden fest. Hoffenheim war stets überlegen, die Tore fielen erst nach der Pause: Beim ersten Angriff verlängerte der Ex-Austrianer Fisnik Asllani, verkehrt zum Tor stehend, eine Flanke statt mit dem Kopf mit dem Rücken über die Linie. Das zählte trotzdem, der Jubel des Ex-Austrianer über sein siebentes Saisontor zeigte Erleichterung und Zufriedenheit (Bild). Zwei Minuten später gelang Hoffenheim erstmals in dieser Saison ein Tor nach einem Eckball. Der türkische Innenverteidiger Özan Kabak traf per Kopf. Das 3:0 fiel erst in der 96. Minute, wurde von dem nach 73 Minuten eingewechselten Alexander Prass vorbereitet. Der beeindruckte Sky-Experte Didi Hamann nannte Hoffenheim „Bayern in blau!“
Bayern München behielt den Sechspunktevorsprung auf Borussia Dortmund mit einem 3:0 (2:0) bei Werder Bremen. Nach einem Doppelpack von Harry Kane in nur drei Minuten stand es nach 25 schon 2:0. Zunächst verwandelte er einen Elfmeter, den 100. in seiner Karriere, dann traf er mit rechts. Womit er für die Klubs, für die er spielte (Tottenham, Bayern) und Englands Nationalteam zusammen die 500 Tor-Marke übertraf. Beeindruckende Marken. Konrad Laimer begann bei Minusgraden als linker Verteidiger, wechselte im Finish nach rechts auf seine Stammposition. Für Romano Schmid, Marco Friedl und Marco Grüll, der bei 0:2 nur Aluminium traf, war nichts zu holen. Werder blieb nach dem zwölften Spiel ohne Sieg, dem zweiten unter dem neuen Trainer Daniel Thioune am Relegationsplatz.
Die Ex-Rapidler Leopold Querfeld und Christopher Trimmel verloren mit Union Berlin beim Hamburger SV 2:3 (1:2). Querfeld brachte mit einem Elfmeter die „Eisernen“ in Führung. Es war bereits der vierte in dieser Saison, bei dem er traf. In der Bundesliga gegen Frankfurt und in Hamburg, im DFB-Pokal zweimal gegen Bayern-Kapitän Manuel Neuer.
Foto: TSG Hoffenheim.
