Fußball

Im letzten Spiel von Burgstaller spricht wenig für eine außergewöhnliche Leistung Rapids

Rapid braucht Sonntag gegen den LASK in Hütteldorf eine außergewöhnliche Leistung, um das 1:3 vom ersten Play-off-Finalspiel noch aufzuholen, einen Europacupplatz zu sichern. Das stellte Guido Burgstaller vor dem ezten Spiel seiner Karriere fest: „Unsere Fans werden wir dazu dringend brauchen!“ Die aber Donnerstag nach der Niederlage im Linzer Stadion die Mannschaft verärgert wegschickte, als die sich verabschieden wollte. Aber gerade wegen Burgstaller wird Sonntag die Unterstützung von den Tribünen groß sein, wie 15.000 verkaufte Karten zeigen: Denn jeder gönnt dem 36 jährigen einen erfolgreichen Abschied.

Ein Burgstaller-Tor machte vor drei Jahren den bisher letzten Sieg Rads gegen den LASK möglich. Aber ein 1:0 wie damals eicht nicht. Rapids muss nach neun sieglosen Partien gegen die Linzer mit zwei Toren Unterschied gewinnen, damit es erstmals bei einem Bundesligaspiel eine Verlängerung und vielleicht auch ein Elfmeterschießen gibt. Ein Sieg mit drei Toren Differenz würde verhindern, dass Rapid erstmals seit 2019/20 nicht im Europacup vertreten ist. Aber so leer und ausgebrannt wie sich die Mannschaft am Donerstag präsentierte,ist ihr dies nicht zuzutrauen. Das Thema Fitness hängt auch mit dem Athletik-Trainer zusammen. Dass ist seit vergangener Saison der 29 jährige Burgenländer David Lechner, der von Sportvorstand Markus Katzeer verpflichtet wurde. Er war von 2017 bis 2021 Reha-Trainer bei Rapid, vollendete danach an der Universität von Liverpool sein Masterstudium. Wurde erneut nach Hütteldorf geholt, obwohl in den zwei Saisonen davor seine Tätigkeit bei den deutschen Zweitligsten Sandhausen und Hansa Rostock mit dem Abstieg endete.  Auffällig in den zwei Saisonen mit Lechner ist bei Rapid auch die lange Verletztenliste.

„Sonntag ist ein neuer Tag“, heißt die Devise von Stefan Kulovits vor seinem letzten Match als Interimstrainer. 14 Stunden nach dem Schlusspfiff wird Peter Stöger im Beisein von Präsident Alexander Wrabetz als neuer Trainer präsentiert. Durchaus vorstellbar, dass dann das Motto lauten wird, es kann nur besser werden. Kulovits beschwor die Erinnerung an die zwei Heimsiege gegen Meister Sturm, an den Heimsieg im Derby Anfang April oder an das 3:0 gegen Dänemark Cupsieger FC Kopenhagen fünf Tage vor Weihnachten in der Conference League, als die Dänen seit drei Wochen keinen Spielrhythmus hatten. Umstellungen gegenüber der Linzer Pleite? Vielleicht kommt Isak Jansson, an dem Frankreichs Aufsteiger FC Paris interessiert sein soll, nach muskulären Problemen zurück. Die Bilanz des Schweden in diesem Jahr reißt einen aber auch nicht von den Sitzen: Vier Tore und zwei Assists in 15 Bundesligaspielen, in der Conference League bei drei Einsätzen nicht getroffen.Sky Austria überträgt das Spiel live. Ex-Rapidler Andreas Herzog ist Co-Kommentator. Einen Kreativspieler, wie er einer war, würde Rapid dringend brauchen.

 

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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