Fußball

In 270 Minuten geht es um 10,2 Millionen

Zwischen 18.30 und 23.00 Uhr, also in nur 270 Minuten, sind Donnerstag Abend  10,2 Millionen Euro zu gewinnen. So hoch sind die Startgelder, wenn sich Rapid und Sturm Graz für die Gruppenphase der Europa League und der  LASK für die Conference League qualifizieren. Das macht je 3,63 Millionen für Rapid und Sturm, 2,94 für die Linzer. Im schlechtesten Fall bleiben nur 5,88 Millionen übrig. Wenn Rapid trotz 3:0-Vorsprung in der Südukraine gegen Sorja Luhansk  ausscheidet, Sturm sich daheim nach dem 3:1-Auswärtssieg gegen NS Mura einen argen, blamablen Umfaller leistet, der LASK in Perth, der früheren Hauptstadt Schottlands, gegen St. Johnstone im ausverkauften McDiarmid-Park vor 10.600 Zuschauern ausscheidet. Diese Gefahr scheint nach dem 1:1 beim ersten Spiel die  größte zu sein.

Den Anfang macht Rapid um 18.30 Uhr in Saporischja, ebenso live in ORF 1 zu sehen wie ab 21 Uhr das Heimspiel von Sturm. Grün-Weiß schaffte bisher fünfmal den Aufstieg, wenn in den Play offs das Retourspiel auswärts in Szene ging. Das war 2009 und 2010 in Birmingham gegen Aston Villa so, ebenso 2013 in Tiflis und fünf Jahre später in Bukarest. In keines dieser Spiele war Rapid mit so einem großen Vorsprung gegangen wie gegen Sorja Luhansk. Dank der schlechten Torchancenverwertung und krasser Abwehrfehler der Ukrainer letzte Woche in Hütteldorf. Den aufgelegten Matchball muss Rapid verwerten. Dass es kein Selbstläufer wird, wie Trainer Didi Kühbauer warnte, ist klar. Aber wenn das noch schiefgeht, spricht das gegen alle Beteiligten. Sollte Tormann Richard Strebinger (Bild oben) wegen seiner Schmerzen in der linken Schulter ausfallen, darf das auch kein Problem sein: Rapids Nummer zwei zwischen den Pfosten, der Steirer Paul Gartler, bestritt letzte Saison vier Spiele in der Gruppenphase. An ihm lag es nicht, dass Rapid damals an Molde scheiterte.

90 Minuten nach Rapid ist Anpfiff für den LASK. Im TV live zu sehen bei Puls 24. St. Johnstone ist daheim alles andere als eine Macht. Das zeigen die zwei Heimspiele in der schottischen Premiership (1:1 gegen Motherwell, 0:1 gegen Dundee United), in der St. Johnstone in den ersten drei Runden kein Sieg gelang, das beweist auch die 2:4-Niederlage gegen Galatasaray Istanbul in der Qualifikation für die Europa League nach einem 1:1 in der Türkei. Auch wenn der LASK laut Trainer Dominik Thalhammer mitten im Umbau steckt, Mittelfeldspieler Lukas Grgic mit einer Schulterverletzung ausfällt, es müsste reichen, um diese Hürde zu nehmen. Das wird richtungsweisend für die nähere Zukunft sein. Sollte der LASK nicht in die Gruppenphase kommen, dann würde  intern so manches infrage gestellt werden, zumal auch die ersten fünf Runden in der Bundesliga nicht die erwarteten Ergebnisse brachten. Dann kommt auch der Trainer in die Diskussion, was ohnehin bereits passiert sein könnte.

Sturm hat alle Trümpfe in der Hand, kann nur an sich selbst scheitern. Auch wenn Trainer Christian Ilzer NS Mura als eine Mannschaft bezeichnete, die wie eine Katze sieben Leben hat. Diesmal wird er anders als gegen Austria am Sonntag seine stärkste Formation aufbieten, 7000 Karten waren bis Mittwoch verkauft. Angesichts des Siegs in Slowenien und ORF-Liveübertragung durchaus okay. Sportchef Andreas Schicker und Ilzer bekamen die Anerkennung des Aufwärtstrends, der sich in  ihrer Ära seit 2020 zeigte, in Form einer vorzeitigen Vertragsverlängerung bis 2024. Sturm ist der  sicherste österreichische Aufstiegstipp. Bei den österreichischen Legionären kann man dies Aleksandar Dragovic behaupten. Der spielt mit Roter Stern Belgrad sicher in der Europa League. So wie Christopher Trimmel mit Union Berlin und Ex-LASK-Kapitän Gernot Trauner mit Feyenoord sicher in der Conference League sind. Der in den Teamkader zurückgekehrte Heinz Lindner musste dies mit dem FC Basel in Stockholm gegen Hammarby nach dem 3:1 im Heimspiel schaffen. Gefährlich wird´s für die Ex-Rapidler Stefan Schwab und Thomas Murg mit Paok Saloniki in Rijeka. Dort muss nach dem 1:1 in Griechenland ein Sieg her.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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