Fußball

In vier Tagen Tottenham und Manchester United: Hasenhüttl hat Stress

Mittwoch bei Tottenham an der White Hart Lane in London, Samstag in Old Trafford gegen Manchester United: Das bedeutet viel Stress für Ralph Hasenhüttl mit Southampton. Den er sich nur  noch zwei Jahre antun will. Der bisher einzige österreichische Trainer in der Premier League kündigte im deutschen „Kicker“ wie bereits in der vergangenen Saison an, bei den „Saints“ nach dem Vertragsende im Sommer 2024 die Trainerkarriere zu beenden, danach keinen anderen Job mehr zu übernehmen. Dann wäre der Grazer erst 57 Jahre alt. Die neuen Klubbesitzer aus Dänemark und Serbien hat er über seine Absichten in Kenntnis gesetzt: „Mehr als fünf Jahre Premier League kosten viel Energie“. Hasenhüttl begann im Dezember 2018 bei Southampton, als der Traditionsklub am Tabellenende stand.

Mittwoch kommt es seinem weiten Trainerduell gegen den Italiener Antonio Conte (Bild oben). Der ehemalige Meistermacher von Juventus, Chelsea und Inter Mailand übernahm Tottenham am 2. November, gewann von bisher zwölf Spielen acht, verlor nur eines. Eines der drei Unentschieden gab es am 28. Dezember in Southampton. Hasenhüttl war mit dem 1:1 nach fast einer Stunde in numerischer Überlegenheit zufrieden. Ein Punkt bei den „Spurs“ wäre  ein Riesenerfolg, den Hasenhüttl für möglich hält. Er orientiert sich an der Leistung, mit der es gelang, die Siegesserie von Manchester City zu stoppen.

Der Samstag bringt Hasenhüttl ein Wiedersehen mit Ralf Rangnick, seinem „Chef“ bei RB Leipzig von 2016 bis 2018. An Old Trafford hat Hasenhüttl ganz  schlechte Erinnerungen. Vor einem Jahr gab es dort das zweite 0:9-Debakel in seiner Southampton-Ära, das mit einer roten Karte nach 82 Sekunden begann. Damals hieß Uniteds Trainer Ole Gunnar Solskjaer, seit Dezember ist Rangnick sein Nachfolger. Vorerst bis Saisonende. Er hätte sicher gerne einen so langen Vertrag wie Hasenhüttl, aber die amerikanischen Besitzer haben andere Pläne. Also könnte dieses Duell zwischen Ralf und Ralph das einzige in der Premier League bleiben. Im August schafften die „Saints“ daheim gegen Manchester United ein 1:1. Damit könnten sie auch in Old Trafford gut leben: „Wir werden uns mutig präsentieren“ kündigte Hasenhüttl seinem Ex-Chef an. Manchester United kam Dienstag Abend beim Letzten Burnley über ein 1.1 nicht hinaus, verlor Platz vier an West Ham (1:0 gegen Watford).

Foto: FC Southampton.

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