Fußball

In Wolfsburg wird Alaba am 17. April zum Rekord-Legionär von Bayern!

Acht Spiele in 25 Tagen! Das ist das Wahnsinnsprogramm von David Alaba und Bayern München im April, wenn der Aufstieg ins  Semifinale der Champions League geschafft werden sollte. Dann gibt es vier englische Wochen hintereinander: Den Auftakt machte am Ostersamstag das 1:0 im Spitzenduell bei RB Leipzig, Mittwoch folgt das erste Viertelfinale in der Königsklasse gegen Paris St.Germain. Am Samstag gastiert der Tabellenführer in Bremen, drei Tage später ist am Dienstag das Rückspiel im Parc de Prince von Paris. Dann geht es nach Wolfsburg zum Sensationsdritten. Bei seinen Landsleuten Oliver Glasner und Xaver Schlager wird der Alaba eineinhalb Monate vor seinem Abschied aus München am 17. April zum Rekord-Legionär der Bayern. Das wird das  426. Pflichtspiel des 28 jährigen Wieners im Dress der Münchner. Eines mehr als sein Freund Franck Ribery. In Leipzig übertraf Alaba mit 274 Bundesligaeinsätzen Ribery bereits um einen. Als neuer Rekordspieler wird Alaba in die drei letzten April-Spiele Bayerns gehen. Gegen Leverkusen und Mainz sowie ins Champions League-Semifinale gegen den Sieger aus Manchester City – Borussia Dortmund, wenn es gelingt, Paris St. Germain zu eliminieren.

Trotz des Siegs in Leipzig herrscht bei Bayern gereizte Stimmung. Einerseits wegen des fünften Corona-Falls in diesem Jahr. Nach Benjamin Pavard, Thomas Müller, Leon Goretzka und Javi Martinez erwischte es  Serge Gnabry, der Dienstag schon beim Abschlusstraining fehlte, bereits in häuslicher Isolation war. Gnabry hatte bereits letzten Oktober  vor dem Gruppenspiel gegen Atletico Madrid einen positiven Test, der sich dann als falsch herausstellte. Trotzdem musste er auf Befehl der Gesundheitsbehörden in Quarantäne bleiben. Jetzt wieder. Der zweite Ausfall im Bayern-Angriff nach Torjäger Robert Lewandowski tut weh. Noch mehr stört Trainer Hansi Flick und Alaba die Aufregung um Jerome Boateng, einen der besten Freunde des Österreichers: Der Aufsichtsrat um Präsident Herbert Hainer und dessen Vorgänger Uli Hoeneß teilte dem 32 jährigen Weltmeister von 2014 mit, dass er Bayern im Sommer nach zehn Jahren verlassen muss. Die Meldung drang an die Öffentlichkeit. Flick war ähnlich sauer wie im November, als vor dem Gruppenspiel bei Red Bull Salzburg Hainer via TV verkündete, dass Bayern sein Angebot an Alaba zur Vertragsverlängerung  zurückgezogen hat. Bei Flick steht Innenverteidiger Boateng höher im Kurs als bei Sportchef Hasan Salihamidzic und im Vorstand.

Intern passt also nicht alles vor der Neuauflage des vorjährigen Endspiels von Lissabon, das Bayern auch dank der Paraden von Kapitän Manuel Neuer gegen Neymar, Kylian Mbappe durch ein Kopftor von Kingsley Coman 1:0 gewann: „Ein anderes Spiel, eine andere Mannschaft, bei Paris ein anderer Trainer“, bemerkte Flick. Bayern fehlen von der Finalbesetzung nicht nur Lewandowski und Gnabry, sondern auch der zum FC Liverpool gewechselte Spanier Thiago. Hingegen stürmt als Ersatz für Lewandowski einer, der im Finale Joker von Paris St. Germain war: Eric Choupo-Moting. Sein Insiderwissen über Frankreichs Meister will Flicks ausnützen, obwohl Mauricio Pochettino, der als Trainer zu Weihnachten auf Thomas Tuchel folgte, gegen Bayern vielleicht doch einiges anders machen wird als sein Vorgänger. Auch bei den Franzosen ist Corona ein Thema: Die italienischen Teamspieler Marco Verratti und Alessandro Florenzi fehlen deshalb. Bei der Squadra Azzura erwischte das Virus rund um die drei Spiele in der WM-Qualifikation nicht weniger als sieben Spieler und fünf Betreuer. Ein wahrer Corona-Hotspot. Bezüglich Covid 19 ist Österreichs Team eine wahre Insel der Gesunden.

Foto: FC Bayern München.

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