Fußball

Innsbruck wie Istanbul: Wolfsberg in der Oktober-Krise

Manche prophezeiten schon während des sensationellen Höhenflugs des Wolfsberger AC, dass der Tanz auf drei Hochzeiten mit den englischen Wochen die Kärntner „Wölfe“ wegen ihres engen Kaders auf Dauer überfordern wird. In der letzten Oktober-Woche bekamen die Skeptiker Recht. Drei Spiele in sieben Tagen und kein Sieg. Vom Fatih Terim-Stadion in Istanbul über die Lavantal-Arena in Wolfsberg bis ins Innsbrucker Tivoli. Auf das 0:1 gegen Basaksehir im Fatih Terim-Stadion am letzten Donnerstag in der Europa League folgte Sonntag das 2:2 gegen Admira und 72 Stunden später das 0:1 im Achtelfinale des Uniqa-Cups bei Wacker Innsbruck, dem Achten der zweiten Liga. Für den es nach dem Abstieg im Sommer wieder einen großen Lichtblick gab. Im Oktober die Mannschaft bezwungen, die im September auswärts  Bundesliga-Tabellenfürher Borussia Mönchengladbach 4:0 deklassiert hatte. Für Wolfsberg geht es mit dem vollem Programm zweimal in Graz weiter: Samstag gegen Sturm i als Auswärtsmannschaft um Punkte, Donnerstag darauf mit „Heimvorteil“ gegen Basaksehir Istanbul um die Aufstiegschance in der Europa League.

Wolfsbergs Trainer Gerhard Struber (Bild oben) versuchte zu rotieren. Schonte Mario Leitgeb, ließ Innenverteidiger Nemanja Rnic bis zur Pause auf der Bank, brachte seinen 34jährigen Regisseur Michael Liendl erst nach 57 Minuten. Lukas Schmitz und der erkrankte Romano Schmid fehlten im Kader. Bis auf einen Stangenschuss von Anderson Niangbo in der 82.Minute brachte Wolfsberg Innsbruck aber kaum in Gefahr, von Israels Teamstürmer Shon Weissman war wenig zu sehen. Und so wiederholte sich Istanbul in Innsbruck. Zweimal 0:1. Nur, dass am Tivoli der entscheidende Treffer bereits nach fünf Minuten fiel, nicht erst nach 77. Der Mann, der dafür sorgte, dass Wacker Innsbruck erstmals nach sieben Jahren wieder im Cup überwintert, hieß Markus Wallner. Ein 23jähriger Salzburger, im Sommer aus der Regionalliga von Anif gekommen.  Der Linksaußen traf vom Strafraum ins Kreuzeck. Der Aufstieg tut der angespannten Finanzlage der Tiroler gut, bedeutet auch Labsal für die Trainerseele von Thomas Grumser, mit dem Wacker Innsbruck abgestiegen war. Mit etwas „Glück“ bei der Auslosung des Viertelfinales am Sonntag könnte es im Februar 2020  das Tiroler Derby zwischen Wacker Innsbruck und WSG Swarovski Wattens geben.

Anders als Wolfsburg, der Dritte der Bundesliga, gaben sich der Tabellenführer und der Zweite keine Blöße. Red Bull Salzburg sorgte in der Südstadt beim Regionalliga-Klub Ebreichsdorf rasch für klare Verhältnisse, führte nach 13 Minuten durch Masaya Okugawa, der seinen Vertrag bis 2023 verlängerte, und Sekou Koita 2:0, nach 28 3:0. Endstand 5:0. Trainer Jesse Marsch konnte sich bei seinem Kader acht Umstellungen gegenüber dem 3:2 gegen Rapid erlauben . Der kranke Kapitän Andreas Ulmer, Max Wöber, Jerome Onguene und Zlatko Junuzovic fehlten überhaupt, Erling Haaland kam erst nach 69 Minuten von der Bank, traf noch. Der LASK fertigte Altach in Pasching 3:1 (3:0) ab, konnte sich nach der Pause den Schongang erlauben.

Foto: © ServusTV / Neumayr / Leo.

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