Fußball

„Kaiser Franz“ sieht bei Hütter, Hinteregger und Ilsanker zu

Können zwei österreichische Trainer, Oliver Glasner und Adi Hütter (Bildoben) sowie mit Xaver Schlager, Martin Hinteregger und Stefan Ilsanker drei rot-weiß-rote Teamspieler Samstag den Titelkampf der deutschen Bundesliga beeinflussen, bevor am Dienstag der Zweite Borussia Dortmund Tabellenführer und Titelverteidiger Bayern München zum großen Geisterspiel-Schlager empfängt?  Glasner und Schlager empfangen mit Wolfsburg am Nachmittag Dortmund. Wolfsburg ist seit neun Duellen gegen Dortmund sieglos, verlor acht davon, eines unter Glasner. Der ist davon unbeeindruckt: „Wir werden wie immer alles daran setzen, zu gewinnen“. Er sieht seine Mannschaft weder als Außenseiter noch als Favorit, da er von diesen Rollenspielen sehr wenig hält. Weiß, dass die Leistung besser als letzte  Woche beim 2:1 in Augsburg sein muss, um bestehen zu können. Es wird auch ein Duell der  Ex-Salzburger: Bei Wolfsburg Marin Pongracic und Schlager, bei Dortmund Torjäger Erling Haaland. Der Norweger war allerdings im Frühjahr 2019 bei Salzburg kaum im Einsatz, Schlager vor dem Wechsel zum VW-Werksklub hingegen Fixstarter. Und während Haalands großer Salzburger Zeit im Herbst musste Pongracic meist verletzt oder nicht topfit zusehen. Während der Corona-Pause konnte der kroatische Innenverteidiger seine körperlichen Defizite gezielt aufarbeiten.

Am Abend sind  Hütter, Hinteregger und Ilsanker mit Eintracht Frankfurt Gast in München bei Bayern. Beobachtet von zwei prominenten Besuchern, die zum Achterkontingent von Bayern gehören, das auf der VIP-Tribüne Platz nehmen darf: Die Ehrenpräsidenten Franz Beckenbauer und Uli Hoeneß, eingeladen von Vorstandschef Karl Heinz Rummenigge. Für den 74 jährigen „Kaiser Franz“ ist es er erste Besuch bei seinem Ex-Klub nach langer Zeit, in der er viele gesundheitliche Probleme hatte, die einige Operationen erforderlich machten. Zuletzt an beiden Leisten. Sohn Noel chauffiert ihn von seinem Wohnsitz in Salzburg vor das Stadion, darf aber wegen Corona nicht hinein. Für Bayern spricht unter anderem, dass Frankfurt in München noch nie gewonnen hat. Das Hinspiel entschied Hütters Mannschaft sensationell mit 5:1 für sich, der erste Erfolg nach zuvor 16 sieglosen Partien gegen Bayern. Der in München für einen Trainerwechsel gesorgt hatte: Niko Kovac musste danach gehen, sein Assistent Hansi Flick übernahm. Bisher sehr erfolgreich.Seine Erinnerung an den Herbst: „Eintracht hat uns mit seiner Dynamik überrollt!“

Von Dynamik war bei Frankfurt knapp vor der Corona-Pause und beim einzigen Spiel danach wenig zu sehen. Viele prophezeien Hütter schon den Abstiegskampf, wenn nach der erwarteten Niederlage in München Dienstag gegen Freiburg kein Heimsieg gelingt. Dan müsste auch er mit viel Gegenwind rechnen. Sportdirektor Bruno Hübner sprang dem Trainer bereits zur Seite: „Uns fehlt nur ein ordentliches Mannschaftstraining über einige Wochen wie in der Winterpause. Danach starteten wir sehr gut in die Rückrunde. Wir sind hudnertprozentig überzeugt, Adi ist ein ausgezeichneter Trainer!“ Der weigert sich, das Wort Krise in den Mund zu nehmen: „Ich mach´mir zwar Gedanken, aber keine Sorgen. Uns fehlen nur Nuancen!“ Viel wird davon abhängen, ob es Hinteregger und Ilsanker gelingt, im Zentrum die Defensive zu stabilisieren. Hinteregger wird es viel mit Torjäger Robert Lewandowski zu tun bekommen. Dem Frankfurter Publikumsliebling gehen schon die Fans ab: „Ich brauch´den Druck von den Rängen, der kommt, wenn man Fehler begeht.“

Foto: Eintracht Frankfurt / VFL Wolfsburg Media .

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