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Keine Wertschätzung für Eishockeyteam: zweimal nur in Halle drei, einmal ohne Fans

Dienstag sind Linz und Bozen die Schauplätze der Viertelfinalserie der ICE-League. Die Linzer Black Wings bezogen nach der Rekordserie von sieben Verlängerungen mit vier Siegen zwei Niederlagen in der regulären Spielzeit gegen den KAC, daheim 2:4, Sonntag in Klagenfurt 2:5, liegen 1:2 zurück. Salzburg vergab Sonntag durch die erste Niederlage in diesen Play-offs, dem 2:3 gegen Bozen nach Verlängerung den Matchpuck, führt nur noch 2:1. In dieser Woche wird Teamchef Roger Bader den ersten Kader für die WM-Vorbereitung nominieren, die nächsten Montag in Wien beginnt, nach einer Woche in Budapest, Linz, Zell/See und nochmals Wien fortgesetzt wird. Der erste Testgegner ist am 4. und 5. April mit Lettland der Bronzemedaillengewinner der WM 2023, der Zehnte der Weltrangliste. Wer glaubt, dass diese Partien in der großen Halle der Steffl-Arena in Kagran stattfinden werden, der irrt. Der Eishockeyverband kann sich für diese Partien nur die kleine Halle drei mit der Kapazität für 1000 Zuschauer leisten, beim ersten Spiel dürfen sogar keine Fans sehen. Durch den Ausschluss der Öffentlichkeit  erspart man sich rund 1500 Euro Kosten für Sicherheitspersonal etc. Das ist keine Wertschätzung gegenüber Österreichs Team, auch eine Gemeinheit gegenüber den wenigen lettischen Fans, die ihr Team nach Wien begleiten werden. Aber dem Verband fehlt es nach zuletzt drei Kündigungen auf der Geschäftsstelle offenbar am Personal.

Wenn es noch einen Beweis brauchte, dass im Verband in den Jahren mit Präsident Klaus Hartmann und Geschäftsführer Bernhard Friedrich nichts weiter ging, dann ist er erbracht. Hartmann rühmte sich beim Amtsantritt für seine guten Kontakte zur Wortschaft, brachte bisher keinen Sponsor. Beeindruckende Leistungen bei der letzten WM in Prag blieben ungenutzt. Friedrichs Vertrauter, Andreas Ösze, ergriff bereits die „Flucht“, trat als Vizepräsident zurück. Um bei der finanziellen Schieflage nicht haften zu müssen? Das könnte eine falsche Hoffnung sein.  Die Halle drei kostet normal 8000 Euro Miete am Tag der Veranstaltung, für den Eishockeyverband 6000. Für das sicher ausverkaufte Prestigespiel gegen Kanada am 4. Mai in der großen Halle zahlt der Verband alles inklusive 20.000 Euro. Auch das bedeutet einen Freundschaftspreis. Zum Vergleich: Der ÖVP kostete ihr letztes Parteitreffen in der Halle 40.000 Euro. Friedrich gelang es sogar, das letzte Gastspiel von Kanada in der randvoll gefüllten Halle mit einem finanziellen Minus abzuschießen.

Warum nicht in Zusammenarbeit mit den Capitals die Kinder ihrer Kooperationsklubs im Rahmen des Nachwuchs-Projekts zum erste Spiel gegen Lettland eingeladen wurden? Ein Armutszeugnis. Hoffentlich kann der Verband die Versicherungsprämien für die NHL-Legionäre bezahlen, falls die im Mai für die WM in Stockholm zur Verfügung stehen. Bei Marco Kasper, der für die Detroit Red Wings in dieser Saison bisher 13 Tore erzielte und 14 Assists lieferte, sind die Chancen größer als bei Marco Rossi und David Reinbacher. Detroit fehlen derzeit drei Punkte auf einen Play-off-Platz. Wird der nicht erreicht, wäre für Kasper die Saison am 17. April vorbei, da ihn Detroit nicht für ein mögliches Play-off bei Farmteam Grand Rapids meldete. Rossi, zum dritten Mal nach 2021 und 2023 zu Österreichs Spieler des Jahres 2024 gewählt, hat mit Minnesota nach derzeitigem Stand den Play-off-Platz so gut wie sicher.  Mit 54 Scorerpunkten (22 Tore, 32 Assists) übertraf er die NHL-Bestmarke des Villachers Michael Grabner aus der Saison 2010/11 bei den New York Islanders um zwei.

 

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