Fußball

„Keine Kleinigkeit“: Neun Forderungen aus Wattens an Politik

Nach 42 Tagen Pause begann Donnerstag in Wattens Aufsteiger WSG Swarovski Tirol im Gernot Langes-Stadion (Bild oben) wieder mit dem Training. Zuvor bekam die Bundesliga Post von Präsidentin Diana Langes als Diskussionspapier für die Videokonferenz der 28 Bundesligaklubs am Freitag. Das sie als Leitfaden der Notwendigkeiten bezeichnete. Langes versicherte darin, sehr interessiert zu sein, die Meisterschaft zu Ende zu spielen, allerdings nicht um jeden Preis.

Sie fordert daher in neun Punkten einen allumfassenden Schutzschirm der Politik für Klubs, Spieler und alle Spielbewerbsteilnehmer. Die sollte einen Bundesliga-Fonds einrichten und ihn mit entsprechenden finanziellen Mitteln ausstatten. Damit die Kosten für alle Corona-Tests, die man jeden zweiten Tag durchführen sollte, übernehmen, auch für alle notwendigen Masken und eigentlich überhaupt die Haftung für alles übernehmen. Die Republik sollte die Bundesligaklub schad-und klaglos halten. Alle Zahlungen der Regierung müssten nach schriftlicher Aufforderung durch die Klubs innerhalb von sieben Werktagen erfolgen.

Die Präsidentin war sich bewusst, dass dies keine Kleinigkeit bedeutet, sieht dies aber durchaus als vertretbar an. Wegen des wohltuend psychologischen Effekts durch die Wiederaufnahme des Spielbetriebs und der TV-Übertragungen. Sie schlug vor, alle diese neun Forderungen Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler per Brief zu übermitteln, sollten die anderen Klubs dem zustimmen. In Wahrheit wäre es total kontraproduktiv, sollte Kogler jemals einen Brief von der Liga mit ähnlichem Inhalt bekommen. Dann wäre für ihn das Kapitel Forsetzung der Saison mit Geisterspielen sofort beendet. Bleibtdi Frage, ob dies nur eien Tiroler Initiative war oder auch andere Vereine dahinter stecken und  Diana Langes nicht auch für andere vorpreschte. Sie gehört auch zum Aufsichtsrat der Bundesliga.

Zwei Klassen weiter unter der Bundesliga zog ein erfolgreicher Verein der Regionalliga Ost Konsequenzen aus der Corona-Situation: Ebreichsdorf, im letzten Jahr Meister aber nicht in die zweite Liga aufgestiegen, auch bekannt geworden durch Cupsensationen gegen Wolfsberg, Altach und Admira, steigt freiwillig ab, spielt in der Gebietsliga, in der sechsten Klasse, weiter. Viele behaupten, dass dies erst der Anfang war.

Foto: WSG Tirol.

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