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Koller nach Ingolitsch der zweite Sturm-Neue von Cupgegner Altach

Drei Tage nach dem Scheitern in der Europa League, in der Sturm Graz durch Startgeld, Prämien und TV-Gelder 13,541 Millionen Euro verdiente, der FC Salzburg 14.368 Millionen, beenden Meister und Winterkönig Sonntag das Viertelfinale im Uniqa-Cup. Sturm in Altach beim Ex-Klub des neuen Trainers Fabio Ingolitsch, die Salzburger in Wolfsberg beim Titelverteidger, wo es sicher nicht so laut wird wie Donnerstagabend im Villa Park von Birmingham. ORF 1 zeigt beide Partien in Konferenzschaltung, danach folgt die Auslosung des Semifinales.

Zwei Tage vor dem Duell im Ländle holte Sturm in der Wintertransferzeit den zweiten Neuen von Altach. Nach Ingolitsch, der das 1:0 gegen Brann Bergen als Schritt in die richtige Richtung lobte, auch den 23 jährigen Innenverteidiger Paul Koller, der eine Vergangenheit bei Sturms Stadtrivalen GAK hat. Er hätte nach Saisonende keine Ablöse gekostet, doch Sturms Sportchef Michael Parensen griff schon jetzt zu. Somit zahlte Sturm zum zweiten Mal im Jänner eine sechsstellige Ablöse an Altach. Koller, der einen Marktwert von 900.000 Euro hat, unterschrieb bis 2029, er bestritt alle 17 Bundesligaspiele in der Saison über die volle Distanz, war eine Stütze in der bisher besten Defensivabteilung der Liga mit den wenigsten Verlusttoren, erzielte das Tor beim 1:1 gegen Salzburg.  Dennoch schmunzeln Altach-Insider über den Koller-Wechsel. Weil er der Spieler war, den Ingolitsch intern am öftesten kritisiert hatte. Setzt sich das in Graz fort?

Koller wurde in der Akademie der Admira ausgebildet, steht bei der Agentur des ehemaligen Bayern-Spielers Christian Nerlinger unter Vertrag. Ebenso wie ein anderer Innenverteidiger von Sturm, Tim Oermann. Ob die Leihgabe von Leverkusen aber nach dieser Saison bleibt, ist ungewiss. Es käme überraschend, sollte Koller schon an seiner bisherigen Wirkungsstätte im Schnabelholz sein Debüt im Sturm-Dress feiern. Für Ognjen Zaric, den Ingolitsch-Nachfolger, wird es sein erstes Pflichtspiel in der Coaching Zone von Altach. Seine Devise: „Wir haben das schwerst mögliche Los. Nur mit einer kollektiven starken Leistung können wir Paroli bieten!“

Auch bei Salzburg gibt es eine Veränderung im Abwehrzentrum: Der erst im Sommer geholte 28 jährige Däne Jacob Rasmussen ist wieder Geschichte.  Er sollte der neue Abwehrchef ein, war es aber nie, sondern eher ein Schwachpunkt. Zuletzt erhielten die 19 jährigen Joane Gadou und Jannik Schuster den Vorzug. Rasmussen wechselt in die zweite deutsche Liga zu Kaiserslautern, auf ihn dürfte der 20jährige Tim Drexler von Hoffenheim, der im Herbst an Zweitligist Nürnberg verliehen war, folgen

 

Foto: SCR Altach.

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