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Kühbauers rätselhafte Rückkehr zum LASK! Holt Wolfsberg Pacult?

Drei Tage nach der Wahl zum Trainer des Jahres bei der „Bruno“-Wahl sorgte Didi Kühbauer für einen Paukenschlag, der auch für Unverständnis und Kopfschütteln sorgte: Er verlässt Cupsieger Wolfsberg acht Monate vor Vertragsende, um nach zwei Jahren zum LASK zurückkehren. Er tauscht den Tabellenzweiteen gegen den Vorletzten ein. Warum er sich das antut? Er sprach gegenüber Wolfsberg-Präsident Dietmar Riegler von einer riesigen Herausforderung, die ihn reizt, nämlich den LASK wieder dorthin zu führen, wo er hingehört. Oder zumindest dorthin, wo er im Sommer 2023 bei seinem Abschied war, als Dritter auf einem Europacupplatz. Doe Trennung verlief damals nicht gerade einvernehmlich. Dahinter stand der CEO des LASK, Siegmund Gruber. Es gab nicht den geringsten Hinweis darauf, dass sich Gruber seit damals geändert hat. Warum sich Kühbauer noch einmal auf Gruber einlässt?

Montagabend war im Wiener Globe-Theater die Wolfsberger Fussballwelt noch in Ordnung. Als Mannschaft des Jahres ausgezeichnet, Kühbauer Trainer des Jahres, Nikolas Polster Tormann des Jahres. Riegler versicherte auf der Bühne, man habe noch große Erfolgspläne, in Abstimmung mit dem Trainer. Alles klang nach totaler Harmonie. Darum wunderte sich der Präsident, als ihn Kühbauer am Tag danach dringend um einen Termin bat. Und war wie vor den Kopf gestoßen, als ihn Kühbauer mit der Bitte oder Forderung nach Vortragsauflösung konfrontierte. In einem vierstündigen Gespräch gelang es Riegler nicht, Kühbauer zum Bleiben zu bewegen. Daher die Trennung, die Donnerstag offiziell wurde. Für Kühbauer ist es ein Langzeitprojekt, den LASK wieder zur Spitzenmannschaft zu formen. Aber er erhielt nur einen Vertrag über 20 Monate bis Juni 2027. Vorerst muss er schauen, ob es ihm noch gelingt, in den ausstehenden 13 Runden des Grunddurchgangs den LASK unter die ersten sechs zu bringen.Der LASK feierte in neun Runden nur zwei Siege, hat fünf Punkte Rückstand auf den Sechsten Altach. Zum Unterschied von Wolfsberg stellte Kühbauer den Kader des LASK nicht zusammen. Dass dies nicht gut gelang, es Probleme in Defensive und Offensive gibt, hat sich bereits eindrucksvoll gezeigt. Dennoch wollte Kühbauer Nachfolger von Joao Sacramento werden. Vielleicht auch aus Freundschaft zum derzeitigen Interimstrainer Maximilan Ritscher, die während Kühbauers erster LASK-Ära entstand. Ritscher wird wieder zum Trainerstab Kühbauers gehören, natürlich begleitet hn wieder Langzeitassistent Manfred Nastl.

Sicher musste der LASK etwas an Wolfsberg bezahlen, um Kühbauer aus seinem Vertrag herauszukaufen. Man hört sogar von einer Million. Da würde sich sogar ein Gegengeschäft anbieten, falls Wolfsberg am vom LASK im Frühjahr entlassenen Markus Schopp interessiert wäre. Schopps Vertrag beim LASK läuft wie der von Kühbauer bis 2027. Aber in Wolfsberg redete man bisher nicht von Schopp. Hingegen vom Trainer des Jahres 2024, der ein Jahr später seinem Nachfolger Kühbauer am Montag den „Bruno“ überreichte: Peter Pacult. Riegler hat stets die Erfolge von Pacult mit dem Kärntner Rivalen Austria Klagenfurt respektiert.  Pacult wäre frei am Markt, würde höchstwahrscheinlich nicht „nein“ sagen. Denn er würde eine intakte Mannschaft übernehmen.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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